Suche

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Inflation

Von Homepage NewsAktuell/Ots - Mittwoch, 16. Juli, 19:49 Uhr

Bielefeld (ots) - Alles Quark oder was? Mit einem Anstieg von 31,1

Prozent stand das Molkereiprodukt im Juni an der Spitze der

Preistreiber. An der Spitze heißt: Viele andere Produkte haben sich

sehr viel weniger verteuert.

Allerdings gibt auch der Durchschnittswert von 3,3 Prozent Anlass zu

Besorgnis. Das Ärgerliche an der derzeitigen Inflation ist, dass sie

von den Steigerungen bei Energie und Lebensmitteln angetrieben wird.

Auf einen Flachbildschirm kann man eventuell noch eine Weile

verzichten und den alten Fernseher vielleicht weiter benutzen. Aber

beim Mittagessen das Stück Fleisch streichen? Das wollen - und müssen

zum Glück - die meisten doch nicht. Was die Energiekosten betrifft,

so sind auch im Privatbereich Einsparungen möglich - nur nicht in

jedem Fall und nicht von heute auf morgen.

Weil also die Steigerungen besonders in den Alltag einschneiden, sind

die gefühlte Inflation und die Betroffenheit gerade beim ärmeren

Drittel der Bevölkerung viel größer als die statistischen 3,3

Prozent. Bei Haushalten mit weniger als 1750 Euro Monatseinkommen

knabbert die Inflation direkt an der freien Spitze und damit an dem

Geld, das für größere Anschaffungen (Auto, PC, Waschmaschine, Möbel,

Reise) und kleinere Vergnügungen (Kneipe, Ausflug) zurückgelegt wird.

Das tut weh!

Also doch alles Quark? Nein, aber ein deutlicher Hinweis, dass

Politiker, Unternehmer und Gewerkschafter nicht an die Inflation

gewöhnen dürfen.

Originaltext: Westfalen-Blatt

Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306

Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt

Nachrichtenleiter

Andreas Kolesch

Telefon: 0521 - 585261

Bewerten Sie diesen Artikel


Foren

Video: Wirtschaft

Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.