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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) schreibt zum Weltkulturerbe:

Von Homepage NewsAktuell/Ots - Freitag, 4. Juli, 19:44 Uhr

Bielefeld (ots) - Das Dresdner Elbtal bleibt auf der Roten Liste

der gefährdeten Denkmäler. Das hat das Unesco-Komitee auf seiner

Sitzung im kanadischen Quebec entschieden. Ein Jahr haben Stadt und

Land somit noch Zeit, um den Titel Kulturerbe zu erhalten. Werden sie

die Zeit nutzen? Zweifel sind angebracht.

Die Zeichen stehen auf Sturheit. Kaum dass das Komitee das im Grunde

schon peinliche Urteil gefällt und damit eine letzte Chance

eingeräumt hat, zeigt sich die neue Bürgermeisterin uneinsichtig. Und

auch der Regierungssprecher pocht darauf, dass es der erklärte Wille

der Bürger sei, die umstrittene Brücke zu bauen.

»Wird schon gut gehen«, heißt da die Durchhalteparole. Das

Brückenbauwerk werde, wenn es denn fertig sei, schon gut in die

Landschaft einpassen, heißt es weiter. Klingt wie das berühmte

Pfeifen im Walde. Kein Wort davon, dass man ja vielleicht noch einmal

nachdenken könnte. Stattdessen weinerliches Gejammer über die Kosten,

selbstgewählte Kaninchenstarre und engstirniges Beharren auf einem

einmal gefassten Beschluss.

Warum nicht einen Tunnel unter der Elbe? Allen wäre geholfen, auch

der Fledermausart Hufeisennase. Schnell vergessen wären dann die

unglaublichen Versäumnisse der sächsischen Ämter und einiger

Würdenträger. Die Zeit zum Handeln ist kurz, aber noch ist Raum

genug, um sich vor einer endgültigen Blamage zu bewahren.

Originaltext: Westfalen-Blatt

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Pressekontakt:

Westfalen-Blatt

Nachrichtenleiter

Andreas Kolesch

Telefon: 0521 - 585261

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