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Arbeitslosigkeit steigt in Handel, Industrie und Gastgewerbe - Trotz gutem Geschäftsgang Druck auf die Belegschaften

Von Homepage NewsAktuell/Ots - Donnerstag, 8. Mai, 13:59 Uhr

Bern (ots) - Mitten aus heiterem Konjunkturhimmel kommen

erschreckende Zahlen zur Arbeitslosigkeit in der Schweiz. Klammert

man saisonale Faktoren aus, nahm die Arbeitslosigkeit in der Schweiz

im April leicht zu. Und das, obwohl es den Schweizer Firmen gemäss

der heute publizierten Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH

Zürich gut bis sehr gut geht.

Erschreckend ist diese Entwicklung deshalb, weil die

Arbeitslosigkeit insbesondere in Branchen gestiegen ist, die von der

Bankenkrise überhaupt nicht betroffen sind, sondern im Gegenteil gute

Geschäfte machen und zuversichtlich sind in Bezug auf die künftige

Geschäftsentwicklung. Zu nennen sind die Industrie, der Handel und

das Gastgewerbe. Gemäss KOF-Umfrage rechnet die Industrie mit einem

weiteren "Anstieg der Bestellungen" und einer "Expansion der

Produktion". Der Detail- und der Grosshandel erwarten einen

"anhaltend wachsenden Absatz", und das Gastgewerbe geht von einer

"lebhaften Nachfrage" aus.

Es scheint, als machten sich die Arbeitgeber die schlechten

Nachrichten aus der Bankenwelt zunutze, um Druck auf ihre

Belegschaften auszuüben. Obwohl der Absatz und die Gewinne weiter

steigen, stehen die Firmen bei der Einstellung von Personal offenbar

voll auf die Bremse. Sie profitieren offenbar von der Verunsicherung

der Bevölkerung in Bezug auf die Sicherheit der Arbeitsplätze infolge

der Bankenkrise und lassen das bestehende Personal härter arbeiten,

statt die notwendigen zusätzlichen Arbeitskräfte einzustellen.

Damit scheint sich die Situation in den ersten beiden

Aufschwungjahren 2004 und 2005 zu wiederholen. Damals waren die

Umsätze und die Gewinne der Firmen stark gestiegen, diese stellten

aber kein zusätzliches Personal ein.

Kontakt:

Auskünfte:

Daniel Lampart: 031 / 377 01 16 oder 079 / 205 69 11, Ewald

Ackermann: 031 / 377 01 09

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