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Der Markt für digitale Spiele boomt. Bereits mehr als jeder dritte Deutsche (35 Prozent) stürzt sich laut Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) regelmäßig ins virtuelle Vergnügen. Trotzdem vermeldet beispielsweise Sony für seine neueste Videospielkonsole Playstation 3 Verluste in Höhe von 3,3 Milliarden Dollar. Und auch für Microsoft entwickelt sich das Geschäft mit seiner neuen Xbox 360 wenig erfreulich. Der Grund: Das hohe Kostenniveau bei Konsolen und deren Spielen.
Der aktuelle Spiele-Trend kehrt nicht zuletzt deshalb zunehmend zurück zu jenen Gelegenheitsspielen, wie wir sie von "Moorhuhn", "Tetris" & Co. aus den 80er und 90er Jahren bekannt sind. Vor allem das Internet bietet heute auf Spieleplattformen vielfältige Möglichkeiten, den Spieltrieb mit den sogenannten "Casual Games" auszuleben - und das in der Regel kostenfrei.
Die kurzen Spielchen für zwischendurch werden in allen Altersschichten immer beliebter. Weltweit wird die Zahl ihrer Nutzer auf über 150 Millionen geschätzt. Mit nur wenigen Klicks steht dem Anwender in solchen Portalen eine große Auswahl an Spieletiteln zur Verfügung. Von Brett-, Puzzle, Denk- und Kartenspielen bis zur Umsetzung bekannter Fernsehshows wie "Wer wird Millionär?" oder "Deal or no Deal" ist häufig für jeden Geschmack etwas dabei.
Über ein Viertel der Deutschen entspannt sich einer aktuellen ISOS-Studie zufolge regelmäßig am Computer. Wie diese Entspannung aussehen kann, ist jedoch klar geschlechterabhängig. So nutzt ein Viertel der Frauen die Computer-Games gern zur Vorbereitung auf schwierige Aufgaben. 17 Prozent der Männer suchen hingegen eher den Zweikampf mit anderen Spielern. Im direkten Geschlechtervergleich haben vor allem die Frauen ihre Liebe zu den kleinen Pausenspielchen wiederentdeckt. Beispielsweise bei www.king.com, einem Anbieter von Casual Games, sind knapp 70 Prozent der registrierten Spieler weiblich. Ein Grund für diese überraschende Frauendomäne ist vermutlich, dass in den über 80 kostenlosen Geschicklichkeitsspielen allein das Köpfchen zählt, um die Highscores zu knacken. So bestätigt jetzt auch der TÜV Rheinland dem Betreiber als einzigem Online-Spieleanbieter, dass die Ergebnisse eines Turniers nicht durch Zufall oder Glück beeinflusst werden, sondern ganz vom Können der Spieler abhängen.
Und zur Beruhigung des Chefs: Nach einer Studie der Universität Hamburg gibt es sogar Hinweise darauf, dass die Gelegenheitsspiele zu einer besseren Konzentrationsfähigkeit bei der Arbeit beitragen.
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