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Manche Menschen reagieren auf den Verzehr von Kirschen, Äpfeln oder Weintrauben mit Magenkrämpfen, Durchfall oder Bauchschmerzen. Sie leiden unter einer Fruchtzucker-Unverträglichkeit, die nicht selten unerkannt bleibt.
Bei der sogenannten Fructose-Malabsorption sind der Transport und die Aufnahme des Fruchtzuckers im Darm gestört. Es kommt zur Bildung von Gasen, die dann die Beschwerden wie Blähungen und Krämpfe auslöst. Die Störung kann laut Deutschem Allergie- und Asthmabund sowohl vererbt als auch erworben werden. Wie viel Obst der Betroffene noch verträgt, ohne Verdauungsprobleme zu bekommen, ist dabei ganz unterschiedlich. Ob eine Unverträglichkeit vorliegt, kann der Arzt mit Hilfe eines Wasserstoff-Atemtests herausfinden. Dabei wird dem Patienten ein Fructose-Wasser-Gemisch verabreicht. Anschließend wird die Atemluft auf ihre Zusammensetzung überprüft, was Auskunft darüber gibt, ob die Störung vorliegt. Besteht eine Unverträglichkeit, können die Beschwerden durch eine individuell abgestimmte Diät vermieden werden.
Vorsicht ist bei Erfrischungsgetränken, Gebäck, Fruchteis, Trockenfrüchten und Konfitüre geboten, da sie häufig einen hohen Fructosegehalt aufweisen. Auch manche frische Obstsorten wie Weintrauben, Birnen, Bananen, Äpfel, Ananas, Mangos oder Mirabellen haben besonders viel Fruchtzucker. Manchmal wird die Fructose besser vertragen, wenn das entsprechende Lebensmittel nach einer Hauptmahlzeit verzehrt wird.
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