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Wenn Handys andere Menschen belästigen

Global Press - Mittwoch, 23. Juli, 13:09 Uhr

Mobiltelefone sind zu einem festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Jederzeit und überall erreichbar zu sein bietet Komfort, Sicherheit und Unabhängigkeit. Nicht selten fühlen sich die Mitmenschen aber von zu lauten Telefonaten oder per Handy abgespielter Musik gestört.

Während der morgendlichen Fahrt zur Arbeit in öffentlichen Verkehrsmitteln dösen viele Pendler müde vor sich hin und sind froh, vor dem stressigen Arbeitstag noch ein wenig Ruhe genießen zu können. Damit ist es jedoch oft vorbei, wenn jemand mit seinem Handy eifrig SMS tippt. Ist das Gerät so eingestellt, dass es bei jedem Tastendruck ein Geräusch erzeugt, zerrt das Texten rasch an den Nerven anderer Fahrgäste. Auch wenn ständig SMS herein flattern und das Mobiltelefon dies lautstark kundtut, kann die Geduld der Mitmenschen arg strapaziert werden.

Noch übler sind laut geführte Telefonate, bei denen ein ganzer S-Bahn-Waggon voller Fahrgäste unfreiwillig Zeuge einer Unterhaltung wird. Es gibt Dinge aus dem Privatleben der Mitbürger, die nicht jeder hören möchte, denen man sich in der Öffentlichkeit seit dem Handy-Boom allerdings kaum mehr entziehen kann. Mitunter ist sogar "Fremdschämen" angesagt, wenn peinliche Details aus dem Liebesleben des Telefonierers mit dessen Gesprächspartner erörtert werden.

Wer mit seinem Mobiltelefon Gespräche führt, sollte bedenken, dass er dadurch unter Umständen private Details an unfreiwillige Mithörer preisgibt und einigen Mitmenschen gar den letzten Nerv raubt. Beim Telefonieren in der Öffentlichkeit sollte somit aus Gründen der Höflichkeit und zur Wahrung der Privatsphäre besser leise gesprochen werden. Außerdem empfiehlt es sich, die Lautstärke der Signale eines Mobiltelefons möglichst weit zu drosseln, um durch Tastaturbedienung und den Empfang von Nachrichten oder Anrufen nicht noch Menschen in 20 Metern Entfernung zu alarmieren. Dass diese Maßnahmen gerechtfertigt sind, belegt jetzt auch eine Studie des Branchenverbandes Bitkom. Demnach fühlen sich 69 Prozent der Bundesbürger dadurch belästigt, wenn in der Öffentlichkeit laut telefoniert wird.

An manchen Orten wie etwa in Kino- und Konzertsälen, in bestimmten Zugabteilen, in Restaurants und in Arztpraxen sollten Handys stumm geschaltet werden, um jedwede Beeinträchtigung der Mitmenschen zu vermeiden. Zudem sollte es sich von selbst verstehen, dass MP3-fähige Mobiltelefone nicht zum Beschallen der gesamten Umgebung zu verwenden sind. Insbesondere junge Handy-Besitzer benutzen ihre Telefone gern als "portable Stereoanlage" und spielen Musik laut ab, anstatt Kopfhörer zu verwenden. Hierdurch fühlen sich die Mitmenschen meist stark beeinträchtigt, denn abgesehen davon, dass die Musikrichtung nicht unbedingt ihren Geschmack trifft, ist oft die schiere Lautstärke kaum zumutbar. Mehr Rücksichtnahme wäre in diesem Zusammenhang bei der Handynutzung wünschenswert.

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