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Samenspender-Kinder früh über Herkunft informieren

Global Press - Montag, 21. Juli, 12:56 Uhr

Samenspender-Kinder sollten möglichst früh über ihre Herkunft aufgeklärt werden. Wenn der Nachwuchs erst im Alter von 18 Jahren oder noch später über die Umstände seiner Geburt informiert wird, reagiert er eher schockiert oder wütend. Das zeigt eine Studie von Wissenschaftlern des Centre for Family Research an der University of Cambridge, deren Ergebnisse jetzt auf einem Kongress in Barcelona präsentiert worden sind.

Dabei hatten die Forscher 165 erwachsene Teilnehmer befragt, die mit Hilfe einer Samenspende gezeugt worden waren. Sie sollten die Gefühle schildern, die sie bei der Nachricht über ihre Herkunft empfunden haben. Dabei zeigte sich: Die Teilnehmer, die im Alter zwischen vier oder elf Jahren von der Samenspende erfahren hatten, reagierten wesentlich seltener aufgeregt, verwirrt, geschockt oder ärgerlich auf die Information als ältere Sprösslinge. Am heftigsten waren die negativen Gefühle bei den über 18-Jährigen.

"Das Familienbild, das sie bisher hatten, scheint dadurch ins Wanken zu geraten", erläutert Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die Ergebnisse. Deshalb ist es für Eltern ratsam, ihre Kinder so früh wie möglich einzuweihen. Kleine Kinder reagierten laut der Studie meist gut auf die Nachricht und sind höchstens neugierig oder interessiert. Außerdem haben sie so die Möglichkeit, mit der Vorstellung aufzuwachsen und sie aus diesem Grund auch besser zu akzeptieren.

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