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Mehr Schmerzrezeptoren bei Reizdarm-Patienten

Global Press - Freitag, 18. Juli, 14:29 Uhr

Patienten mit einem Reizdarm-Syndrom könnte in Zukunft vielleicht besser geholfen werden. Wissenschaftler aus London haben in einer Studie festgestellt, dass sich in der Darmwand von Betroffenen wesentlich mehr Schmerzrezeptoren finden als bei gesunden Menschen.

"Die zusätzlichen Rezeptormoleküle machen die Nervenfasern empfindlich für Reize, die bei gesunden noch keine Schmerzempfindung auslösen würden", erläutert Prof. Richard Raedsch vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) die Forschungsergebnisse. Die Betroffenen leiden häufig unter Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen, für die Symptome gab es bisher keine ausreichende Erklärung. Die Ergebnisse der Forscher könnten nun zumindest erklären, warum beispielsweise scharfes Essen die Anzeichen der Krankheit verschlimmert. Die Rezeptoren reagieren nämlich auf Substanzen, die beispielsweise im Chili enthalten sind. Aber auch Entzündungsstoffe, Säure oder Hitze können Schmerzen verursachen.

Bislang lassen sich nur die Symptome eines Reizdarms behandeln. Raedsch hofft jedoch, dass die Entdeckung der englischen Wissenschaftler als möglicher Ansatzpunkt für künftige Medikamente eine große Bedeutung hat. Die Schmerzen der Betroffenen könnten beispielsweise durch Wirkstoffe behandelt werden, die die Rezeptormoleküle blockieren.

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