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Menschen imitieren unbewusst die Gesichtsausdrücke ihres Gegenübers. Auf diesem Effekt könnte auch ihre Fähigkeit beruhen, sich in die Gefühlslage von anderen Personen hineinzuversetzen. Das haben Wissenschaftler vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München jetzt in einem Experiment gezeigt.
Dafür schwächten die Forscher mit Hilfe einer Botox-Behandlung vorübergehend die Gesichtsmuskulatur der Versuchsteilnehmer. Es zeigt sich, dass danach nicht nur deren emotionale Mimik weniger ausgeprägt war. Mittels funktioneller Magnet-Resonanz-Tomografie (fMRT) überprüften die Wissenschaftler auch die Hirnaktivität der Probanden, wobei die emotionsverarbeitenden Hirnregionen eine deutlich geringere Reaktion zeigten als sonst üblich. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die mimische Muskulatur und die Haut die Verarbeitung von Emotionen im Gehirn beeinflussen und die Gefühle verstärken. Dieser Zusammenhang könnte auch eine wichtige Rolle beim Austausch von Emotionen zwischen den Menschen spielen.
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