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Das Handy als mobiler Psychologe

Global Press - Montag, 14. Juli, 16:48 Uhr

Mit Handys der Zukunft soll nicht nur telefoniert, fotografiert und Musik gehört werden können. Sie sollen als mobile Psychologen dienen, wenn es nach einer US-amerikanischen Forscherin geht. Margaret Morris hat jetzt eine spezielle Software entwickelt, mit der Handys ihre Nutzer regelmäßig dazu auffordern, ihren aktuellen Gemütszustand zu beschreiben. Hierdurch müssen sie sich auf ihre Gefühle konzentrieren und übersehen dadurch problematische Gefühlsregungen nicht so leicht, wie es sonst im Alltag geschieht.

Die Verdrängung negativer Gefühle, die etwa mit Angst oder Stress einhergeht, kann auf Dauer krank machen. Auch werden vorhandene Beschwerden und negative Empfindungen oft unterschätzt und es wird davon ausgegangen, dass sich die Lage bald von allein wieder normalisiert. Laut dem Magazin "Spiegel Online" soll das von der Forscherin entwickelte Handy dazu beitragen, Fehleinschätzungen dieser Art vorzubeugen. Krankheiten würden dadurch möglicherweise nicht so leicht verschleppt. Außerdem gibt es am Mobiltelefon einen Panik-Knopf für all jene, die sich stark aufregen. Das Handy soll dem Besitzer dann helfen, sich zum Beispiel mittels Atemübungen wieder zu beruhigen, wodurch Pulsfrequenz und Blutdruck sinken.

Morris arbeitet bei dem Chip-Hersteller Intel. Gemeinsam mit ihren Kollegen der "Digital Health Group" sucht sie nach neuen Lösungsansätzen, um bereits vorhandene moderne digitale Technik in den Dienst der menschlichen Gesundheit zu stellen.

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