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Selbst in gechlortem Wasser können Krankheitserreger überleben und bei den Schwimmern zu schweren Darminfektionen führen. Vor allem bei warmen Klima vermehren sich Bakterien und Parasiten in Pools und Schwimmbädern rasch. Am häufigsten sorgt dabei der Parasit Cryptosporidium für Probleme.
Der Erreger wird durch niedrige Mengen an Chlor oft nicht abgetötet. Wird er geschluckt und gerät in den Darm, kann er Übelkeit, Bauchkrämpfe, Durchfall und Fieber verursachen. Menschen mit einem gut funktionierenden Immunsystem sind meist schnell wieder gesund. Für geschwächte Personen können die Symptome aber leicht gefährlich werden. Auch Bakterien wie Legionellen oder Escherichia coli können trotz Chlor im Wasser überleben. Verbreitet werden die ansteckenden Erreger beispielsweise durch Menschen, die an Durchfall leiden und trotzdem schwimmen gehen.
Wer baden möchte, sollte zur Vorbeugung deshalb einige Tipps beachten. So ist es wichtig, möglichst wenig Wasser zu schlucken. Damit keine Bakterien und Parasiten ins Wasser gelangen, ist vor dem Schwimmen außerdem auf eine ausreichende Körperhygiene zu achten. "Man sollte deswegen nur geduscht in den Pool gehen und sich vor allem nach der Toilette mit Seife die Hände waschen", empfiehlt Dr. Peter Walger vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).
Widerstandsfähige Erreger im Wasser können durch zusätzliche Filteranlagen, UV- oder Ozonbehandlung bekämpft werden. Es lohnt sich also, vor dem Schwimmen nach dem Hygienezustand der Anlage zu fragen. So kann der Bademeister danach gefragt werden, wie das Wasser gesäubert wird und das Bad selbst ist ebenfalls in Augenschein zu nehmen. Als schlechtes Zeichen gelten Beläge auf den Fliesen oder Schwebstoffe im Wasser.
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