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Auf Herz- und Gefäßerkrankungen während der Schwangerschaft achten

Global Press - Mittwoch, 2. Juli, 12:09 Uhr

Wegen Herz- und Gefäßerkrankungen der werdenden Mütter kommt es in Industrienationen bei bis zu vier Prozent aller Schwangerschaften zu Komplikationen. Es ist deshalb besonders wichtig, dass schwangere Frauen gemeinsam mit ihrem Arzt ihr Risiko für mögliche Krankheiten überprüfen.

Für Deutschland gehen Experten von rund 30 000 Patientinnen pro Jahr aus, bei denen Herzprobleme zu Schwierigkeiten während der Schwangerschaft führen. Wegen einer wachsenden Zahl von Frauen mit angeborenen Herzfehlern soll die Zahl in Zukunft um weitere 5 000 Betroffene steigen. Die Folgen können vielfältig sein: So ist etwa ein Viertel aller stationären Behandlungen von werdenden Müttern auf Bluthochdruck-Komplikationen zurückzuführen.

Wer unter einer erworbenen Klappenerkrankung oder einem angeborenen Herzfehler leidet, sollte sich vor oder während der Schwangerschaft von einem geschulten Kardiologen beraten lassen. Generell ist es ratsam, sich mit dem Arzt über mögliche Herz- oder Gefäßerkrankungen zu unterhalten. So ist zu überlegen, ob bereits Herzerkrankungen oder Bluthochdruck bekannt sind, ob eine Stoffwechselstörung wie Diabetes besteht oder ob es in der Familie vererbbare Herzerkrankungen gibt. Ein erhöhtes Risiko für Blutdruckkomplikationen während der Schwangerschaft besitzen sehr junge werdende Mütter unter 16 Jahren, Frauen über 35 Jahren und Patientinnen mit Mehrlingsschwangerschaften, Diabetes, chronischem Bluthochdruck (Hypertonie) oder deutlichem Übergewicht.

Da behandelnde Ärzte meist eher selten mit Schwangeren zu tun haben, die unter Herz- oder Gefäßerkrankungen leiden, hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) jetzt eine neue Leitlinie zu dem Thema veröffentlicht. So sollen die Mediziner besser in der Lage sein, eine mögliche Gefährdung ihrer Patientin zu erkennen und die richtige Behandlung zu veranlassen.

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