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Mindestens eine unerwünschte Werbenachricht (Spam) landet täglich im elektronischen Postfach von 71 Prozent der privaten deutschen E-Mail-Nutzer. Rund jeder vierte E-Mail-Kunde erhält sogar mehr als fünf solcher Nachrichten am Tag. Dies geht jetzt aus einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom hervor. Demnach fallen im weltweiten digitalen Schriftverkehr insgesamt mindestens 80 Prozent aller versandten E-Mails unter die Kategorie "Spam".
Die Mehrzahl der Kunden bekommt die unerwünschte Post jedoch selten zu Gesicht, drei Viertel der Befragten nutzt verschiedene Schutzmaßnahmen. Die meisten Umfrageteilnehmer setzen dabei auf Spam-Filter ihrer E-Mail-Anbieter, jeder Vierte verwendet einen Filter auf dem eigenen Computer, entweder integriert im E-Mail-Programm oder als separate Software.
Um das Spam-Aufkommen gering zu halten, empfiehlt sich darüber hinaus die Wahl einer möglichst komplizierten E-Mail-Adresse mit langen oder ungewöhnlichen Zeichenfolgen. Da die Absender unerwünschter Werbenachrichten, sogenannte Spammer, die Adressen oft automatisch generieren, erschwert dies ihre Arbeit. Auch eine zweite E-Mail-Adresse ist nützlich. Sie wird bei Chats, Online-Spielen oder Bestellungen angegeben und bei einem erhöhten Spam-Aufkommen gegen eine neue ausgetauscht. Unter der ersten E-Mail-Adresse ist man jedoch weiterhin für Freunde und Bekannte erreichbar. Außerdem sollte man auf Spam-Mails niemals antworten, auch nicht, wenn es sich um einen Newsletter handelt, den der Nutzer per Mausklick abbestellen kann.
Um andere Nutzer vor Spammern zu schützen, sollten die Adressen beim Versand von Nachrichten an mehrere Empfängern im Feld "BCC" eingeben werden. Hierbei handelt es sich um eine "blinde Kopie", die Adressen werden nicht angezeigt und sie können folglich nicht von Unbefugten ausspioniert werden.
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