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Zahl der Q-Fieber-Fälle steigt

Global Press - Donnerstag, 26. Juni, 18:41 Uhr

Die Zahl der Q-Fieber-Fälle ist in Deutschland im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren im Jahr 2008 stark gestiegen. Von Januar bis Mai ist das Vorkommen der bakteriellen Infektionskrankheit, die auch Balkan-Grippe genannt wird, insgesamt 170 Mal gemeldet worden. Das sind mehr als doppelt so viele Erkrankungen wie in den Vergleichszeiträumen der Vorjahre. Darauf wird jetzt im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts hingewiesen.

Der Erreger Coxiella brunetii befällt in der Regel Tiere wie Schafe, Rinder, Ziegen, Ratten oder Zecken. Über Kot, Urin und Milch der befallenen Tiere gelangen die Bakterien in die Umwelt. Der Mensch infiziert sich vor allem durch Tröpfcheninfektion und das Einatmen von erregerhaltigem Staub. Betroffen sind meist Personen, die engen Kontakt zu Tieren haben. Allerdings gilt auch der Verzehr von roher Milch oder Rohmilchprodukten als möglicher Übertragungsweg.

Anzeichen einer Erkrankung sind hohes Fieber, Schüttelfrost sowie starke Kopf- und Muskelschmerzen. Häufig kommt es anschließend zu einer Lungenentzündung. Meist heilt die Krankheit nach wenigen Wochen aus. Während einer Schwangerschaft kann die Infektion allerdings Fehl- oder Frühgeburten auslösen. Heilt die Erkrankung nicht ab, kann es bei einem chronischen Verlauf zu Entzündungen im Bereich des Herzens oder des Rippenfells und zu anderen schweren Erkrankungen kommen. Das Q-Fieber wird deshalb mit Antibiotika behandelt.

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