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In Deutschland werden nur zwei Prozent der älteren Menschen durch elektronische Hilfssysteme und Sicherheitstechnik in ihrem häuslichen Umfeld unterstützt. Mit diesen technischen Mitteln könnten sogar viele gebrechliche Personen und Senioren ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen. "In gewohnter Umgebung fühlen sie sich wohler. Wegen steigender Kosten für Heimunterbringung lohnt es sich auch unter finanziellen Gesichtpunkten immer mehr, solche Hilfsmittel einzusetzen", betont Michael von Foerster, Sprecher des Fachverbands Sicherheitssysteme im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI).
Moderne Hilfssysteme können weit mehr, als nur Notrufe absetzen. Sie übernehmen auch haustechnische Funktionen wie das Öffnen von Eingangstüren sowie das Öffnen und Schließen von Rollläden oder Fenstern per Fernbedienung. Darüber hinaus können sie den Blutdruck oder die Herzfrequenz der Patienten überprüfen und an Ärzte übermitteln. Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich ist die Überwachung des Bewegungsradius von Demenzkranken. "Die Geräte tragen somit erheblich dazu bei, die Betreuung gebrechlicher oder behinderter Personen zu verbessern", ist von Foerster überzeugt. Zudem sinke die Zahl von Krankenhausaufenthalten und Besuchen in Notfallambulanzen.
Meist übernimmt die Pflegeversicherung die monatliche Grundpauschale, die für ein Hilfssystem zu entrichten ist. Darin sind Anrufe bei der Notrufzentrale sowie Alarmierung von Rettungsdienst und Angehörigen enthalten. Hierzulande haben sich entsprechende Systeme bisher trotzdem kaum etabliert. Anders sieht es bei einigen europäischen Nachbarn aus: In Skandinavien und Großbritannien sind laut dem ZVEI bereits acht bis zwölf Prozent der Haushalte mit Personen über 65 Jahren mit elektronischen Hilfssystemen und Sicherheitstechnik ausgestattet.
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