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Japanische Mobiltelefone glänzen vor allem durch ihre Funktionsfülle. Die Bedienung der Geräte wird zunehmend komplizierter und überfordert so manchen Benutzer. Durchschnittliche Anwender nutzen nur fünf bis zehn Prozent der Funktionen. Davon geht Nobi Hayashi, ein japanischer Journalist, aus. Japaner sind nicht dafür bekannt, ihre Kaufentscheidung bei Handys nach optischen Kriterien zu fällen. Laut dem Magazin "Wired" werfen die Konsumenten im Technikladen einen sehr genauen Blick auf die Datenblätter der Mobiltelefone und vergleichen die technischen Spezifikationen verschiedener Modelle im Detail miteinander.
Die vielen Features der Handys sollen aber nicht unbedingt viel bringen. Zwar ließe sich mit dem Ausprobieren verschiedener Tastenkombinationen viel Zeit auf langen Pendelstrecken zur Arbeit totschlagen, erklärt der Ingenieur Koh Aoki. Der Reporter Hayashi weist aber darauf hin, dass zum Beispiel die TV-Funktion der Mobiltelefone wenig bringt. Denn zum Beispiel in U-Bahnen ist kein Empfang und auch auf der Straße bricht die Tonübertragung zwischendurch immer wieder ab. Trotzdem scheinen die Japaner verrückter nach Handys zu sein als viele andere Menschen. Wer nicht mit einem Gerät der neusten Generation ausgestattet ist, muss davon ausgehen, dass er für "out" gehalten wird.
Ende dieses Jahres will Apple das iPhone im Land der aufgehenden Sonne auf den Markt bringen. Ob die technikbegeisterten Japaner das in seiner Bedienung recht simpel gehaltene Mobiltelefon akzeptieren werden, bleibt abzuwarten.
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