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Antirauchermittel wird für Piloten und Fluglotsen verboten

Global Press - Mittwoch, 28. Mai, 16:45 Uhr

Die Einnahme des Antirauchermittels Chantix ist von der der US-amerikanischen Flugaufsicht "Federal Aviation Administration (FAA)" jetzt für alle Piloten und Fluglotsen untersagt worden. Der Grund dafür sind die Ergebnisse einer Studie des "Institute for Safe Medication Practices". Sie hatte gezeigt, dass es bei den Nutzern der Antiraucherpille zu Schwierigkeiten wie Sehstörungen, Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit oder psychischen Problemen kommen kann. Die Einnahme könnte deshalb zu Sicherheitsproblemen beim Luftverkehr führen. Das Mittel des US-Pharmaunternehmens Pfizer enthält den Wirkstoff Vareniclin und ist in der EU unter dem Namen Champix auf dem Markt.

Raucherentwöhnungsprodukte wie beispielsweise die Lutschtabletten Niquitin stellt auch die Firma GlaxoSmithKline her. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die Anwendung von therapeutischem Nikotin von der Anweisung der FAA ausgenommen sei.

Im deutschen Luftverkehrsrecht dürfen Piloten laut Luftfahrt-Bundesamt grundsätzlich keine Medikamente einnehmen, egal ob verschreibungspflichtig oder nicht. Nur wenn die Einnahme eines Arzneimittels zwingend notwendig ist, kann eine Ausnahme gemacht werden. Allerdings ist die Verwendung bei gewerbsmäßig tätigen Piloten in jedem Fall mit einem flugmedizinischen Sachverständigen oder einem entsprechenden Zentrum abzustimmen.

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