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Epilepsie-Patienten leiden unter plötzlichen Krampfanfällen. Für die Betroffenen und ihre Umgebung tauchen die Beschwerden normalerweise völlig unerwartet auf. Wissenschaftler haben jetzt aber eine Methode entwickelt, um die Patienten und das medizinische Personal vor einem nahenden Anfall rechtzeitig zu warnen.
Die Krämpfe werden durch die gleichzeitige Entladung einer großen Zahl von Nervenzellen im Gehirn ausgelöst, die bereits im Vorfeld zu erkennen sein sollen. Forscher am Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience und der Universität Freiburg haben die Hirnströme der Patienten mit dem Elektroenzephalografen (EEG) gemessen. Über Elektroden, die an der Kopfhaut angebracht werden, wurden die Spannungsveränderungen des Gehirns aufgezeichnet. Mit Hilfe von mathematischen Algorithmen sind die Schwingungsmuster dann ausgewertet worden. Dabei werden verschiedene mathematische Analyseverfahren parallel benutzt, um alle Arten von Anfällen abzudecken. Um das Verfahren zu überprüfen untersuchten die Forscher rund 1 400 Stunden Langzeit-EEG, in denen 91 Anfälle aufgetreten waren. Fast alle Anfälle wurden von dem Verfahren dabei rechtzeitig erkannt. Etwa alle zwei Stunden sagte die Methode allerdings auch einen Anfall voraus, der dann nicht auftrat.
Die Wissenschaftler wollen nun noch wenige technische Probleme beseitigen, bevor das Verfahren in der klinischen Anwendung genutzt werden kann. Für die weitere Zukunft hoffen die Forscher auf die Entwicklung von Implantaten, die die Hirnströme beeinflussen und einem Anfall so gezielt vorbeugen können.
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