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Für Kinder ist die richtige Sicherung im Auto überlebenswichtig. Ohne Schutz hat der Nachwuchs ein siebenfach erhöhtes Risiko, bei einem Unfall schwere oder tödliche Verletzungen zu erleiden. Doch mit dem einfachen Anschnallen ist es nicht getan. Einer der wichtigsten Faktoren, die es bei der Sicherung zu beachten gilt, ist der richtige Kindersitz. Nachwuchs unter zwölf Jahren und kleiner als 1,50 Meter darf vom Gesetz her nur in Kindersitzen im Auto mitfahren, die amtlich genehmigt sind und dem Gewicht des Kindes entsprechen.
Daher sollten Kleinkinder direkt von Geburt an bis mindestens zum Alter von 18 Monaten in rückwärts gerichteten Babyschalen (Gruppe 0 oder 0+) gesichert werden. Sie bieten bei Frontalunfällen besonders großen Schutz, da Kopf-, Hals- und Rückenbereich großflächig abgestützt werden. Ab Gruppe I für Kinder mit neun bis 18 Kilogramm Gewicht und einem Alter von circa neun Monaten bis 4,5 Jahren kann zwischen Sitzen mit integriertem Hosenträgergurt, Sitzschalen mit Fangkörper sowie Dreipunktgurt-Systemen gewählt werden. Jedes dieser Systeme hat Vor- und Nachteile, weshalb eine Beratung in einem Fachgeschäft in Anspruch genommen werden sollte. Dort ist am besten zu erfahren, welches System zum eigenen Auto passt. Beim Kauf eines Sitzes ist es sinnvoll, das Kind mitzunehmen. Dann kann es gleich Probe sitzen. Wer einen gebrauchten Kindersitz erwerben möchte, sollte bedenken, dass seit April alte Kinder-Autositze gesetzlich verboten sind. Zugelassen sind jetzt nur noch nach den neuen Normen ECE-R 44/03 oder 44/04 geprüfte Modelle. Zu erkennen ist das an einem kleinen, meist weißen oder orangefarbenen Aufkleber oder Aufnäher am Sitz. Die darauf befindliche Prüfnummer muss mit 03 oder 04 beginnen. Bei Nichtbeachtung der Vorschrift droht ein Verwarnungsgeld von 30 Euro.
Ein Kindersitz bietet allerdings nur dann den nötigen Schutz, wenn er sachgemäß eingebaut wurde. Daher sind beim Einbau unbedingt die Bedienungsanleitungen von Fahrzeug- und Kindersitzhersteller einzuhalten. Besonders einfach ist dies bei Fahrzeugen mit Isofix-System. Durch genormte Steckverbindungen wird der Kindersitz fest im Auto fixiert. Noch sicherer ist es, wenn das Fahrzeug zusätzlich über Sicherheits-Features wie Airbags verfügt. Dann ist allerdings darauf zu achten, dass sich zwischen dem Sitz des Kindes und der Airbag-Verkleidung keine Gegenstände wie Kleidung oder Spielzeug befinden. Bei einem Unfall könnten diese Dinge den Airbag behindern oder beim Auslösen gegen das Kind geschleudert werden. Hilfe beim Kauf eines neuen Sitzes sowie weitere Tipps rund um das Thema Kindersicherheit bietet eine neue und kostenlose Broschüre der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Tabellen und bebilderte Handlungsanweisungen sollen die Eltern bei der verantwortungsvollen Aufgabe des Kindertransports unterstützen. "Kinder sichern im Auto - Ratschläge - Tipps - Isofix" erläutert auf 42 Seiten worauf Rücksicht genommen und worauf besonders geachtet werden muss. So sind beispielsweise die gesetzliche Sicherungspflicht, Sicherungsratschläge für Wohnmobile, Taxen und Busse sowie Ratschläge für den Kauf des richtigen Kindersitzes in der Broschüre enthalten. Das vollständige Heft kann unter www.udv.de heruntergeladen oder bei k.brandestein@gdv.de unter Angabe des Stichworts "Broschüre" bestellt werden.

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