Global Press
Navigationsgeräte gibt es schon für unter 200 Euro. Was diese Modelle drauf haben, hat jetzt das Magazin "Computer Bild" getestet. Auch Navis zu Preisen bis 400 Euro sind überprüft worden. In beiden Preisklassen traten jeweils sechs Geräte gegeneinander an.
Ein großes Manko in der unteren Preiskategorie ist, dass die Modelle veraltete Karten aufweisen, die zudem nur die Straßen weniger Länder umfassen. Die preisgünstigen Geräte bieten außerdem neben der reinen Navigationsfunktion keine Extras. So sucht der Anwender etwa Stauwarner oder eine Freisprechanlage für das Handy vergebens. Beides ist bei den teureren Geräten oft drin, und sie können sogar noch mehr: Manche von ihnen geben Fotos von einer Speicherkarte wieder oder spielen Musik.
Testsieger bei den billigen "Pfadfindern" ist der "Navman S330", der im Fachhandel rund 170 Euro kostet. An ihm loben die Tester die einfache Zieleingabe, die schnelle Routenberechnung und die Möglichkeit, das vorhandene Kartenmaterial (Deutschland, Österreich und Schweiz) aufzustocken. Bei Nachtfahrten hat das Gerät ein wenig geblendet und außerdem wurden die Formulierungen als teilweise unklar empfunden.
Der Preis-Leistungs-Sieger unter den günstigen Geräten ist das "Carrera X350 DACH" von Binatone. Es kostet nur rund 100 Euro und überzeugte durch eine einfache Zieleingabe. Darüber hinaus gefiel den Testern, dass die Karten häufig aktualisiert werden können und die Preise hierfür mit knapp 30 Euro günstig sind. Am Tag ist der Bildschirm ein wenig dunkel und die Sprachanweisungen sind undeutlich. Das enthaltene Kartenmaterial umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Als bestes Gerät hat das "Nüvi 750 TFM" von Garmin bei den Modellen der höheren Preisklasse abgeschnitten. Knapp 350 Euro muss der Kunde für dieses Navi berappen. Dafür bekommt er nicht nur deutsches Kartenmaterial, sondern auch das von neun Nachbarländern sowie von 28 anderen europäischen Nationen. Positiv aufgefallen ist die Stauwarnfunktion, auch der sehr gute GPS-Empfang fand eine lobende Erwähnung. Die Anzeige auf dem Display konnte ebenfalls mit "sehr gut" überzeugen. Bemängelt wurde die fehlende Freisprechfunktion. Ebenfalls nicht gefallen hat den Testern, dass die Sonderzielanzeige nur bei starker Vergrößerung möglich ist.
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei den teureren Navis bietet das "Travel Assist 7827" von Becker, das der Fachhandel für etwa 280 Euro offeriert. Das Kartenmaterial umfasst Deutschland, neun Nachbarländer sowie 26 europäische Staaten. Wer sich verfährt, kann bei diesem Navi auf eine schnelle Neuberechnung der Route setzen. Eine Freisprechanlage bringt es allerdings nicht mit. Zudem ist die Bedienung mitunter etwas träge und die Ansagen sind teils schlecht.

Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.