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Sand in der Digitalkamera oder Meeresgischt am Handy? Oft sorgen zwei Wochen Sommerferien für mehr Abnutzungserscheinungen an Telekommunikations- und Multimedia-Geräten als ein ganzes Jahr zu Hause. Schutzhüllen können oft Beschädigungen verhindern. Mitunter empfiehlt sich zudem der Kauf spezieller Geräte.
Insbesondere Fans von Bergwanderungen, Mountainbike-Touren und vergleichbaren Aktivitäten sollten überlegen, ob sich die Anschaffung von outdoortauglichen Produkten für sie rentiert. Handy-Hersteller locken zu diesem Zweck mit stabilen Mobiltelefonen, denen Stöße, Spritzwasser und Staub nichts ausmachen sollen. Auf polierte Oberflächen und glänzende Chromelemente verzichten die Produzenten der robusten Geräte dabei vollständig.
Derzeit wird das Outdoor-Mobiltelefon "Sonim XP1" von seinem Hersteller als das robusteste Handy der Welt bezeichnet. Wer sein Mobiltelefon großen Belastungen aussetzt, dürfte mit dem XP1, das für etwa 240 Euro ohne Vertrag seinen Besitzer wechselt, zufrieden sein. Doch einige Defizite gibt es auch: Das Hauptaugenmerk des Herstellers lag auf der Konzeption der bruch- und kratzfesten Hülle. Die Auflösung des Displays überzeugt im Vergleich zu anderen modernen Handys nicht. Darüber hinaus verfügt das Gerät nur über einen WAP-Browser und auch eine Digitalkamera sucht man vergebens.
Reisende, die nicht viel Wert auf anstrengende Outdoor-Aktivitäten legen, können ein empfindlicheres Mobiltelefon jedoch auch gut durch eine schlichte Handy-Tasche schützen, die Staub und Schmutz vom Gerät fernhält. Wer darüber hinaus ein wenig darauf achtet, nicht fahrlässig für Beschädigungen zu sorgen, kommt sicherlich mit einem intakten Mobiltelefon aus dem Urlaub zurück.
Auch die Digitalkamera ist im Urlaub einigen Belastungen ausgesetzt. Da sie für tolle Fotos am besten immer griffbereit sein sollte, vernachlässigen viele Urlauber die empfindliche Elektronik früher oder später. Ist die Digitalkamera etwa am Strand in den Sand gefallen, eignet sich für eine vorsichtige Reinigung ein einfacher Pinsel. Die Kamera sollte nicht mehr betätigt werden, bevor sie vollständig vom Sand befreit ist, da die feinen Körner die Beweglichkeit des Objektivs stören können.
Wer sich eine neue Kamera zulegen möchte, die einen rauen Umgang vergleichsweise gut verträgt, wird unter anderem bei Olympus fündig. Der Hersteller wirbt damit, dass zum Beispiel die "µ 770 SW Titanium Grey"-Digitalkamera wasserdicht bis zehn Meter, stoßfest und frostsicher sei. Mit fast 400 Euro ist die 7,1-Megapixel-Kamera jedoch relativ hochpreisig. Auch der Hersteller Ricoh hat in der Caplio-Serie einige robuste Modelle im Programm, die es dem Urlaubsfotografen verzeihen, wenn sie beim Sonnenuntergangs-Schnappschuss am Strand eine Gischtfontäne abbekommen. Die Caplio 500SE hat beispielsweise acht Megapixel und schlägt mit rund 680 Euro zu Buche.
Für längere Spaziergänge in staubigen oder feuchten Umgebungen empfiehlt es sich, die Digitalkamera in eine Fototasche zu legen. Kleine Taschen gibt es im Fachhandel schon ab rund 20 Euro. Damit die Elektronik der Kamera keinen Schaden nimmt, sollte in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit zudem etwas Silicagel in die Kameratasche gegeben werden. Es hält die Luft in der Tasche trocken und schützt damit das empfindliche Innere der Kamera vor Schäden an den elektrischen Kontakten.
Aber ganz unabhängig davon, ob ein unempfindliches Gerät mit in den Urlaub kommt oder ein weniger robustes mit Schutzhüllen oder -taschen: Ein fahrlässiger Umgang sollte - schon allein wegen der Gefahr des Diebstahls - stets vermieden werden. Dann können die Multimedia-Ferien ohne böse Überraschungen genossen werden. Tanja Kahlert/cid

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