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Internet: Musik-Downloads im Test

Global Press - Mittwoch, 14. Mai, 13:44 Uhr

Viele Deutsche laden mit großer Begeisterung Musik aus dem Internet herunter. Welche Anbieter eine besonders gute Auswahl und guten Service offerieren, hat jetzt die Zeitschrift "Computer Bild" getestet. Untersucht wurden die acht großen Anbieter AOL, iTunes, Napster, Media Markt, Medion Music, Musicload, Saturn und Web.de.

Die Kosten für einzelne Musikstücke lagen im Testfeld zwischen rund einem Euro und 1,30 Euro. Ältere Titel sind meist teurer als die neuesten Hits. Ganze Alben sind ab circa 9,70 Euro zu haben, die Preisspanne geht hier bis zu rund 14,40 Euro. Auch Abos sind in einigen Shops möglich, sie kosten ab neun Euro pro Monat. Allerdings haben sie einige Nachteile. Das Überspielen auf einen MP3-Player geht entweder gar nicht oder nur gegen Aufpreis. Auch können die Songs nicht auf eine CD gebrannt werden und nach dem Ende des Abos kann die Musik nicht mehr angehört werden. Bezahlen kann der Kunde - je nach Anbieter - unter anderem per Kreditkarte, per Lastschrift oder über die Telefonrechnung.

Grundsätzlich kritisieren die Tester, dass viele der Musikstücke mit digitalen Rechten (DRM) versehen sind. Das bedeutet, der Anwender kann sie nach dem Kauf zwar beliebig oft hören. Auf eine CD brennen oder sie auf einen portablen Player überspielen kann er sie aber nur begrenzt, hier gibt der jeweilige Shop die Anzahl der Brenn- und Überspielvorgänge vor.

Einer der beiden Testsieger ist iTunes (www.itunes.de). Das umfassende Angebot reicht von Pop bis Klassik. Jeweils zu 100 Prozent deckte iTunes die Top-100-Singles und die Top-10-Klassik-Alben ab. Gekaufte Songs lassen sich beliebig oft brennen und auf Abspielgeräte übertragen. Die Tonqualität konnte nicht so sehr überzeugen, die Tester beurteilen sie als befriedigend. Ein weiteres Manko weist das Portal auf: Ohne eine spezielle Software können die Musikstücke weder gekauft noch abgespielt werden. Es sind Apple-Produkte wie das iPhone oder ein iPod für die Wiedergabe nötig.

Ebenfalls den ersten Platz belegt Napster (www.napster.de). Hier sind auch sämtliche Singles aus der aktuellen Top 100 zu finden, bei den Top-10-Klassik-Alben liegt die Trefferquote bei 90 Prozent. Wie bei iTunes können die gekauften Musikstücke vom Kunden beliebig oft auf einen MP3-Player überspielt oder auf CDs gebrannt werden. Hinsichtlich ihrer Tonqualität ist die bei Napster gekaufte Musik sehr gut. Einige Mängel in den AGB sind den Testern allerdings ebenso negativ aufgefallen wie die unkomfortable und unübersichtliche Suchfunktion. Am schlechtesten abgeschnitten hat das Musik-Angebot von AOL (http://musikdownloads.aol.de). Die Bandbreite der offerierten Musikstücke ist weniger umfangreich als die anderer Shops. Nur 96 Prozent der Top-100-Singles sind dort zu finden, bei den Top-10-Klassik-Alben sind es sogar nur 50 Prozent. Zudem gibt es Einschränkungen bei der Zahl der Brennvorgänge sowie bei den Überspielvorgängen auf portable Musikabspielgeräte.

Generell empfehlen die Tester den Kunden, Musik über einen Breitband-Anschluss ans Web (DSL) in Kombination mit einer Flatrate herunterzuladen. Ansonsten schlagen die Kosten für die Internet-Verbindung zusätzlich zu Buche.

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