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Gewaltspiele erhöhen das Risiko für Jugendkriminalität

Global Press - Mittwoch, 14. Mai, 14:03 Uhr

Der stärkste Faktor für Jugendkriminalität ist offenbar Mediengewalt. Bei den Heranwachsenden gehören unter anderem Gewaltspiele am PC zu den typischen Auslösern von Gewaltkriminalität und Aggressionen. Dies ist laut dem Magazin "Geo Wissen" das Ergebnis einer bislang unveröffentlichten Studie des Münchener Schulpsychologen Dr. Werner Hopf mit 653 Schülern.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren hat Hopf den Konsum von Mediengewalt und das Verhalten der Schüler untersucht. Demnach ist die bedeutsamste Ursache für Prügeleien, Vandalismus, Mobbing oder Automatenaufbrüche das häufige Spielen gewaltvoller Games. Weitere Auslöser sind gewalthaltige Fernsehsendungen und Horrorfilme. Auch auf die Noten wirken sich die Gewaltmedien negativ aus. Jugendliche, die häufig mit brutalen Szenen am PC und Fernsehbildschirm konfrontiert werden, haben laut der Studie schlechtere Zensuren in Englisch und Deutsch. Die Universität Potsdam will nun in einer Langzeituntersuchung den Zusammenhang zwischen den Gewaltmedien und den negativen Verhaltensweisen sowie der Aggression der Heranwachsenden ergründen.

Neben Gewaltmedien kommen auch familiäre Armut, eine schlechte Beziehung zwischen Eltern und Kindern oder ein besonderes Lebensumfeld als Auslöser für Gewaltkriminalität von Jugendlichen in Frage.

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