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Arbeitsstress fördert Bluthochdruck

Global Press - Mittwoch, 14. Mai, 13:54 Uhr

Arbeitsstress kann zu Bluthochdruck führen. Etwa jeder fünfte deutsche Beschäftigte leidet am Arbeitsplatz unter Hypertonie. Termindruck, mangelnde Unterstützung und die Sorge, das auferlegte Pensum nicht zu schaffen, können die Gesundheit belasten. Allerdings merken die Betroffenen häufig nichts von der Gefahr.

"Viele Beschäftigte haben erhöhte Blutdruckwerte, ohne dass sich die Betroffenen dessen bewusst sind", erläutert Dr. Wolfgang Panter, Präsident des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte. Als Idealwert gilt ein Blutdruck von 120/80 mmHg. Liegen die Werte dauerhaft über 140/90 mmHg wird von Hypertonie gesprochen. Da bei manchen Beschäftigten die Blutdruckwerte während der Arbeit stark erhöht und in der Freizeit dagegen normal sind, ist die Erkrankung schwer festzustellen. Typische Symptome wie Herzklopfen, Schwindel, Atemnot oder Schweißausbrüche zeigen sich häufig erst nach Jahrzehnten.

Allerdings ist es wichtig, den Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Er ist ein entscheidender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Nieren- und Herzschwäche. Daher ist es ratsam, bei einem anstrengenden Berufsleben den Blutdruck regelmäßig durch einen Arzt kontrollieren zu lassen. Ist ein Betriebsarzt vorhanden, kann dieser mit Hilfe eines Gesundheits-Checks die körperliche Verfassung überprüfen. Zudem kann er Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation vorschlagen.

Wichtig ist es für belastete Beschäftigte, sich mit geeigneten Strategien zur Stressbewältigung vertraut zu machen, um den Blutdruck zu senken. Häufig können Techniken wie Meditation, Atemübungen, Yoga oder autogenes Training zur Entspannung beitragen. Regelmäßige Bewegung ist ebenfalls hilfreich. Schon wer zweimal pro Woche eine halbe Stunde leichten Ausdauersport absolviert, senkt den Blutdruck, fördert die Entspannung, stärkt das Herz und stabilisiert den Kreislauf. Darüber hinaus fördern eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Flüssigkeit die Gesundheit. Allerdings kann auch eine Behandlung mit Medikamenten nötig werden. Betroffene sollten die Therapie deshalb immer mit ihrem Arzt absprechen.

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