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Computer analysiert Mimik

Global Press - Dienstag, 13. Mai, 18:03 Uhr

Den meisten Menschen stehen ihre Gefühle ins Gesicht geschrieben. Der Computer der Zukunft soll ihre Emotionen ablesen können, indem er die Mimik interpretiert. Forscher der TU München arbeiten jetzt an einem entsprechenden Projekt. Damit der Rechner die Gesichter der Menschen interpretieren kann, zeichnet eine Kamera zunächst Bilder auf. Diese werden von einer Bilderkennungs-Software analysiert, wobei mathematische Algorithmen zum Einsatz kommen.

Zunächst muss ein Datensatz gewonnen werden, für den menschliche Gesichter untersucht werden. Aus vielen verschiedenen Datensätzen werden Charakteristika unterschiedlicher Emotionen abgeleitet. So runzeln etwa skeptische Menschen die Stirn und ziehen ihre Augenbrauen zusammen. Erstaunt dreinblickende Menschen machen große Augen, die Augenbrauen und die Stirnpartie sind hierbei glatt gezogen. Bei wütenden Menschen spannt sich in manchen Situationen die Kiefermuskulatur an. All diese Feinheiten soll die Software in Zukunft erkennen und deuten können.

Mögliche Einsatzgebiete für eine solche "mitfühlende" Software bietet der Alltag zuhauf: Autos der Zukunft könnten etwa erkennen, ob ihr Fahrer müde ist. Oder bei Computer-Spielen könnten die Gamer ihre Gefühle und Gesichtszüge direkt auf ihre virtuellen Spielfiguren (Avatare) übertragen. Auch könnten Querschnittgelähmte über ihre Augenbewegungen und Blickrichtungen vielleicht in Zukunft ihre Rollstühle steuern.

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