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Starke Zunahme von Hantavirus-Infektionen in Deutschland

Global Press - Dienstag, 13. Mai, 17:59 Uhr

Die Zahl der Hantavirus-Infektionen beim Menschen hat im Jahr 2007 in Deutschland mit 1 687 Fällen ein Rekordhoch erreicht. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Robert-Koch-Institut jetzt veröffentlicht hat. Damit ist der höchste Wert seit Einführung der Meldepflicht für die Erkrankung im Jahr 2001 erreicht worden. Bisher wurden pro Jahr normalerweise ein paar hundert Fälle gemeldet.

Die Viren werden durch Speichel, Urin und Kot von Nagetieren übertragen. Menschen infizieren sich meist, indem sie Staub einatmen, der Erreger enthält. Seltener kommt es zu einer Verbreitung des Virus über Bisse. Hauptüberträger der Infektion ist in Deutschland die Rötelmaus. Eine Erkrankung verursacht häufig grippeähnliche Symptome, kann aber auch die Nieren befallen. Bei manchen Patienten kommt es zu einem Nierenversagen und eine Dialyse wird erforderlich.

Die starke Steigerung der Fallzahlen im vergangenen Jahr führen Experten auf eine ausgeprägte Zunahme der Mäusepopulation zurück. Durch einen vorangegangenen milden Winter und ein Überangebot an Futter konnten sich die Nager stark vermehren. In fast allen Bundesländern lag die Zahl der Erkrankungsfälle deshalb über den Raten der vergangenen Jahre. Die meisten Erkrankungen traten in Regionen im Süden und Westen der Bundesrepublik auf.

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