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Sicher Autofahren im Alter

Global Press - Dienstag, 13. Mai, 16:30 Uhr

Älteren Menschen vermittelt das Autofahren häufig ein Gefühl von Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Damit die Verkehrssicherheit nicht gefährdet wird, sind eine ausreichende Fahrkompetenz und eine gute körperliche Verfassung des Fahrers allerdings unabdingbar. Denn sowohl Krankheiten als auch der natürliche Alterungsprozess können das Fahrverhalten negativ beeinflussen und der Mobilität mit dem eigenen Pkw irgendwann ein Ende setzen.

Am häufigsten werden ältere Fahrer von Augenkrankheiten wie Grauer Star, Glaukom oder Makuladegeneration beeinträchtigt. Aber auch eine veränderte Nah- und Fernsicht kann das Fahrverhalten beeinflussen. Ältere Autofahrer sollten ihre Augen deshalb regelmäßig vom Arzt überprüfen lassen. Zu testen ist auch die Hörfähigkeit. Sie ist unter anderem dafür wichtig, das Herankommen anderer Fahrzeuge, Hupen oder Motoren- und Schaltgeräusche wahrzunehmen. Im Alter werden zudem die Muskeln schwächer und die Gelenke steifer, was die Beweglichkeit einschränkt. Der Schulterblick beim Spurwechsel oder das Drehen des Kopfes für die Rundumsicht beim Einparken kann so gefährdet werden. Allerdings lassen sich viele Probleme durch Hilfseinrichtungen und Assistenzsysteme in modernen Pkw verringern wie beispielsweise durch größere Außenspiegel, Bremsassistenten oder Einparkhilfen.

Nicht beheben lassen sich dagegen die Schwierigkeiten, die eine Alzheimer-Erkrankung verursacht. Schon in einem frühen Stadium kann es bei den Betroffenen zu Orientierungsschwierigkeiten kommen, bei denen durch eine unsichere Fahrweise der Verkehr gefährdet wird. Mit dem Fortschreiten der Krankheit ist der Patient dann überhaupt nicht mehr in der Lage, sicher Auto zu fahren.

Auch einige Medikamente können das Fahrverhalten beeinflussen. So können Schlafmittel, Antidepressiva, Antihistaminika gegen Allergien und Erkältungen oder starke Schmerzmittel Nebenwirkungen haben, die das Autofahren beeinträchtigen. Sie können Schläfrigkeit, Schwindel oder verschwommenes Sehen verursachen und die Reaktionszeit verlängern. Wer Medikamente verschrieben bekommt, sollte deshalb mit dem Arzt abklären, ob die Einnahme Auswirkungen auf das Autofahren haben kann.

Generell sollten ältere Autofahrer das eigene Fahrverhalten ständig beobachten und auf Warnsignale wie schlechte Sicht oder zunehmende Unsicherheit achten. Ein Pkw-Training für Senioren kann die eigene Fahrkompetenz erhöhen. Auch der Umstieg auf ein Fahrzeug mit Automatikschaltung ist zu erwägen. Um die Fahrtüchtigkeit zu überprüfen, kann eine einzelne Fahrstunde hilfreich sein. Die Deutsche Verkehrswacht und andere Organisationen bieten außerdem Reaktionstests an. Zudem ist ein offenes Gespräch mit den eigenen Verwandten und Freunden über mögliche Probleme beim Autofahren ratsam. Einen Selbsttest für Autofahrer und Tipps für Verwandte hält die Broschüre "Sicher Auto fahren im Alter" der Alzheimer Forschung Initiative bereit. Der Ratgeber kann im Internet unter www.alzheimer-forschung.de kostenlos bestellt werden.

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