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Mit Hilfe von Bluttests könnte Darmkrebs in Zukunft auf unkomplizierte Weise schon im Frühstadium nachgewiesen werden. Darauf weist eine Studie mit 174 Teilnehmern hin, deren Ergebnisse jetzt von Forschern des Universitätsklinikums Bonn und der US-amerikanischen John-Hopkins-Universität veröffentlicht worden sind.
Der Test zeigt an, ob ein bestimmtes Protein im Blut gehäuft vorkommt und weist so auf möglicherweise vorhandene Tumore hin. In die Untersuchung wurden 27 Patienten mit Dickdarmkrebs einbezogen. In 24 Fällen lieferte der Test die richtige Diagnose. Allerdings können die Proteine auch bei gesunden Menschen in erhöhter Menge vorkommen. Bei 127 Teilnehmern, die keine Tumore hatten, schlug der Test 21 Mal fälschlicherweise an. Die Wissenschaftler wollen jetzt die Empfindlichkeit und Zuverlässigkeit des Verfahrens weiter verbessern. Dabei könnten auch drei weitere Proteine eine Rolle spielen, von denen ebenfalls vermutet wird, dass sie Tumore nachweisen können.
In Deutschland sterben jährlich rund 30 000 Betroffene an Darmkrebs. Viele Todesfälle könnten verhindert werden, wenn die Diagnose möglichst früh gestellt wird. Mit dem Bluttest wollen die Forscher ein einfaches und kostengünstiges Verfahren entwickeln, mit dem eine große Zahl von Menschen problemlos überprüft werden kann. In einem Verdachtsfall würde anschließend dann eine Darmspiegelung durchgeführt, um die Diagnose zu bestätigen. Bis der Bluttest in der Praxis angewendet werden kann, werden aber vermutlich noch Jahre vergehen.

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