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Hunger verstärkt die Wahrnehmung von Nahrungsmittel

Global Press - Mittwoch, 7. Mai, 11:32 Uhr

Hunger löst beim Menschen eine Reihe von Reaktionen aus: Das Belohnungszentrum im Gehirn wird stimuliert, vermehrter Speichelfluss setzt ein und der Mensch reagiert mit erhöhter Aufmerksamkeit auf Nahrungsmittel und erfasst sie optisch schneller, als wenn er keinen Hunger hätte. Das alles veranlasst das Hormon Ghrelin, das bei Hunger auf unterschiedliche Hirnareale wirkt, wie Wissenschaftler von der McGill University in Montreal in Untersuchungen herausgefunden haben. Die Forscher haben dafür zwölf Freiwilligen entweder Ghrelin oder ein Scheinpräparat (Placebo) verabreicht und sie anschließend unter dem Magnetresonanztomografen untersucht. Dabei sahen sich die Testpersonen verschiedene Bilder an. Unter dem Einfluss des Hormons reagierten die Freiwilligen deutlich intensiver als Placebo-Probanden auf Bilder mit Nahrungsmitteln. Zudem konnten sich diese Probanden später sogar besser an die einzelnen Bilder erinnern. Laut eines Berichtes des Fachmagazins "Cell Metabolism" vermuten die Forscher, dass die verstärkten Reaktionen bei Hunger förderlich sind, um schnell neue Nahrungsquellen zu erschließen.

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