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Zahl der HIV-Neuinfektionen weiter angestiegen

Global Press - Dienstag, 6. Mai, 16:37 Uhr

Um vier Prozent auf 2 752 Fälle ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Hauptursache ist nach wie vor ungeschützter Geschlechtsverkehr. Besonders betroffen sind homosexuelle Männer, bei ihnen stieg die Zahl der Neudiagnosen erneut überdurchschnittlich um zwölf Prozent. Auch bei Heterosexuellen ist die Rate um 7,5 Prozent gestiegen, während bei den Konsumenten intravenös verabreichter Drogen die Zahl der Neuansteckungen zurückging. Das volle Erkrankungsbild AIDS ist 2007 bei 647 Menschen aufgetreten. Seit dem Vorkommen des Virus in Deutschland Anfang der 80er-Jahre sind insgesamt 26 013 Menschen hierzulande an AIDS erkrankt. Die Immunschwäche ist nach wie vor unheilbar.

Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) liegt eine bislang wenig bekannte Ursache für den Anstieg der HIV-Neuinfektionen in der hohen Zahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland. Das Syphilis-Bakterium fördert entzündliche Prozesse und erleichtert damit die Ansteckung mit HIV. Einen gewissen Anteil der steigenden Zahl der Neudiagnosen erklärt das RKI aber auch mit einer stärkeren Inanspruchnahme von HIV-Tests.

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