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Zunehmend verstopfen unerwünschte Werbe-E-Mails virtuelle Postfächer. Wie viele dieser Nachrichten Internet-Nutzer tatsächlich erhalten, wollte ein Hersteller von Sicherheits-Software wissen. Mit freiwilligen Testern startete McAfee Anfang April ein Experiment. Hierbei wurden die Teilnehmer aus zehn Ländern, darunter auch fünf deutsche Tester, mit neuen E-Mail-Adressen und Notebooks ausgestattet, die keinerlei Schutz vor Spam enthielten. Aufgabe der Tester war es, zum Beispiel in Foren und Blogs Nachrichten zu hinterlassen oder Gewinnspiel-Seiten zu besuchen. Praktisch überall, wo Nutzer ihren "digitalen Fußabdruck" hinterlassen, können die Versender von Spam-E-Mails Adressen sammeln.
Nach rund drei Wochen war das für einen Monat geplante Experiment zwar noch nicht abgeschlossen, aber die Probanden hatten schon sehr viel E-Mail-Müll gesammelt. Mehrere hundert Spam-Angebote erhielten viele der Tester in der vergleichsweise kurzen Zeitspanne. Ihnen wurden darin zum Beispiel Reisegewinne, Kreditkarten, Horoskope oder Gesundheitsprodukte zum Tiefstpreis versprochen. Deutsche Internet-Seiten aufzusuchen, scheint zu weniger Spam zu führen als das Anklicken internationaler Web-Angebote. Flirt-Foren haben sich genau wie Gewinnspiel-Seiten als "Spam-Multiplikatoren" erwiesen, wie aus den Online-Tagebüchern (Blogs) der Teilnehmer zu entnehmen ist (www.mcafeespamexperiment.com).

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