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Flachbildfernseher im Test

Global Press - Donnerstag, 24. April, 18:11 Uhr

Flachbildfernseher sind trotz der noch hohen Kosten immer beliebter. Rund 4,4 Millionen Exemplare haben sich allein im letzten Jahr verkauft. Mit der anstehenden Europameisterschaft rechnen die Hersteller mit einem weiteren Umsatzplus, denn wer erlebt nicht gern ein Fußball-Event auf einem möglichst großen Bildschirm? Doch die Bildqualität lässt oft zu wünschen übrig, da die Geräte erst in digitaler Technik und per HDTV optimale und ruckelfreie Bilder garantieren. Zudem gilt: Je kleiner die Fernseher, desto weniger fallen Bildfehler auf. Die Stiftung Warentest hat sich jetzt 23 Flachbildfernseher in verschiedenen Größen genauer angesehen.

Sieben Fernseher mit einer Bildschirmdiagonalen von circa 80 Zentimetern der Marken Loewe Xelos, Sony, Metz, Philipis, LG, Grundig und Sharp wurden getestet. Die Preisspanne variiert je nach Händler stark. Die Mittelwerte liegen zwischen rund 900 Euro und 2 300 Euro.

Testsieger ist der "A32 HD+ 100" von Loewe Xelos. In der Gesamtqualität hat er die Note "gut" (2,3) erhalten. Mit 2 300 Euro gehört er zu den teuersten Test-Geräten, allerdings besticht es mit "guten" Bild- und Toneigenschaften. Zudem ist er relativ einfach in der Handhabung. Allerdings ist der Stromverbrauch im Betrieb recht hoch. Auf dem zweiten Platz liegt Sony mit dem "KDL-32P3020". Das Qualitätsurteil lautet hier ebenfalls "gut" (2,3). Bei den 80er-LCDs (Flüssigkristallbildschirmen) weist er eine der besten Bild- und Tonqualitäten auf, dafür ist die Handhabung nur "befriedigend". Mit einem Preis von durchschnittlich rund 900 Euro ist er günstig. Der "Clarus 32 ML" von Metz folgt auf den dritten Rang. Der mit der Gesamtnote "gut" (2,4) bewertete Fernseher erreicht im Ton nur ein "befriedigend". Die Handhabung ist einfach, allerdings ist die Bedienung direkt am Gerät kaum möglich. Der Preis liegt bei 1 500 Euro.

Bei den Flachbildfernsehern mit ungefähr 94 Zentimetern Bildschirmdiagonale haben die Prüfer fünf LCD-Geräte der Hersteller Panasonic, Philips, Toshiba, Samsung und Sharp geprüft. Die Tonqualität beginnt erst bei "befriedigend". Preislich liegen die Modelle durchschnittlich zwischen 1 160 Euro und knapp 2 000 Euro.

Am besten abgeschnitten hat der Panasonic "TX-37LZD70F". Insgesamt erhält er im Qualitätsurteil die Note "gut" (2,3). In seiner Gruppe hat er das beste Bild, auch bei Betrachtung von einer seitlichen Position, und liefert mit Full-HD (High Definition) eine hohe Auflösung. Zudem ist der Stromverbrauch recht gering. Der Preis liegt durchschnittlich bei rund 1 480 Euro. Immerhin 1 980 Euro werden für den Zweitplatzierten Philips "37PFL9632D" fällig. Als Full-HD-Gerät erreicht es gerade noch eine "gute" Bildqualität bei einer Gesamtnote von "gut" (2,4). Auf den dritten Rang landet der Toshiba "37Z3030D" mit dem Gesamturteil "befriedigend"(2,8). Er hat den höchsten Stromverbrauch in seiner Gruppe, befriedigt ansonsten in nahezu allen Punkten. Für um die 1 650 Euro ist er im Handel erhältlich.

Sieben LCD-Geräte der Marken Samsung, JVC, LG, Philips, Sony, Toshiba und Sharp mit einer Bildschirmdiagonalen von je 102 bis 107 Zentimetern sind ebenfalls getestet worden. Die Handhabung ist nur "befriedigend", die Tonqualitäten allenfalls befriedigen. Die Preise liegen zwischen knapp 1 600 Euro und guten 2 400 Euro.

Den "LE40F86BD" von Samsung haben die Prüfer mit dem Qualitätsurteil "gut" (2,5) bewertet. Der Fernseher ist relativ anfällig für Lichtspiegelungen, hat ansonsten aber eine gute Bildqualität. Preislich gesehen liegt er mit 1 870 Euro im Mittelfeld seiner Gruppe. Der zweite Rang geht mit einen "befriedigend" (2,8) an den JVC "LT-42DV8BG". Ähnlich wie der Samsung ist er beim Zappen durch das Digitalfernsehen relativ langsam, das Bild selbst ist auch nur durchschnittlich. Rund 2 260 Euro müssen beim Händler bezahlt werden. Der Drittplatzierte LG "42LF75" ist mit einem Preis von 1 580 Euro das günstigste Gerät seiner Klasse. Sein Gesamturteil lautet "befriedigend" (2,8), die Handhabung ist wegen einer schlechten Gebrauchsanleitung sehr schwierig.

Bei den großen Plasmageräten um 107 Zentimeter Bildschirmdiagonale hat Stiftung Warentest vier Modelle der Hersteller Panasonic (zweimal vertreten), Pioneer und LG untersucht. Im Betrieb haben alle einen hohen Stromverbrauch. Die Preise liegen zwischen rund 1 200 Euro und knapp 2 200 Euro.

Sieger seiner Klasse ist der "TH-42PV71F" von Panasonic. Er ist mit "gut" (2,4) bewertet worden und ist mit einem Preis von etwa 1 200 Euro das günstigste Gerät in seinem Segment. Er überzeugt durchweg mit guten Bild- und Toneigenschaften sowie einer einfachen Handhabung. Der Pioneer "PDP-4280XA" schneidet ebenfalls mit dem Gesamturteil "gut" (2,4) ab. Im Vergleich zum Sieger ist der Ton schlechter, der Preis mit 2 150 Euro höher. Auf den dritten Rang landet der LG "42PT85". Sein Gesamturteil "befriedigend" (2,9) entspricht den durchschnittlichen Bild- und Tonqualitäten, auch die Handhabung überzeugt wegen einer schwachen Gebrauchsanweisung nur bedingt. Rund 1 420 Euro werden fällig.

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