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Alte Videoaufzeichnungen schlummern in vielen Regalen. Mit der Zeit werden die Bänder aber unleserlich, weshalb Aufnahmen von persönlichem Wert digital gesichert werden sollten. Hierfür bieten sich unterschiedliche Wege an. Für absolute Techniklaien mit großem Geldbeutel bietet die Industrie Kombigeräte an, mit denen Filme von der Videokassette direkt auf DVD übertragen werden können. Fraglich ist allerdings, für wen sich diese Investition tatsächlich lohnt, da der Videokassetten-Vorrat irgendwann aufgebraucht sein wird und in DVD-Zeiten auch kein Nachschub zu erwarten ist.Wenn sich die Anschaffung eines speziellen Gerätes nicht rentiert, kann die Digitalisierung auch in Auftrag gegeben werden. Zahlreiche, häufig kleinere Unternehmen bieten ihre Dienste im Internet an. Mit Hilfe professioneller Software wandeln sie Videosignale verschiedener Formate wie beispielsweise VHS, SVHS oder Video 8 in digitale Informationen um und speichern sie anschließend auf DVD. Auch Navigationsmenüs und Kapitelbezeichnungen nach Kundenwunsch sind oft inbegriffen.Die Kosten dieser Dienstleistung sind überschaubar: Eine Stunde Videoaufnahmen auf DVD übertragen zu lassen, ist bei den meisten Anbietern für etwa zehn Euro zu haben. Da es sehr viele Unternehmen auf dem Markt gibt, sollten Interessenten vorher genau abklären, wie das Ergebnis aussehen soll. Gerade bei persönlichen Schätzen empfiehlt sich außerdem das vorherige Anlegen einer Sicherungskopie, um Verlusten - etwa beim Versand - vorzubeugen.Technikbegeisterte können ihr persönliches Digitalisierungs-Projekt auch selbst in die Hand nehmen. Die Leistungsfähigkeit moderner PCs mit Prozessoren ab etwa 1 GHz, bei rechenintensiven Kompressionsverfahren ab 1,5 GHz, reicht für die Digitalisierung in Eigenregie meist aus. Und auch TV-Karten der neuen Generation lassen kaum noch Wünsche offen. Doch Synchronisationsprobleme oder während der Aufnahme ausgelassene Einzelbilder sorgen bei vielen Anwendern für Frust. Sogenannte Capture-Programme, die Synchronisationsprobleme ausgleichen, können in einer solchen Situation helfen. Die Technische Universität Kaiserslautern bietet unter http://www-user.rhrk.uni-kl.de/~dittrich/sync/ ein entsprechendes Tool zum kostenlosen Herunterladen an.Die Ursache von ausgelassenen Einzelbildern, auch Dropped Frames genannt, ist häufig ein Treiberproblem. Anwender sollten darauf achten, möglichst nur aktuelle Soundkarten- und WDM-Treiber (Windows Driver Model) zu nutzen. Optimierte WDM-Treiber können ebenfalls kostenlos aus dem Web heruntergeladen werden - sie sind vor allem für Nutzer älterer TV-Karten sinnvoll. Tanja Kahlert/cid

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