Global Press
Einen natürlichen HIV-Schutz besitzen nicht ausgereifte Vorläufer-Blutzellen. Wissenschaftler des Heinrich-Pette-Instituts in Hamburg haben in diesen ruhenden Blutzellen jetzt eine Blockade entdeckt, die die Vermehrung des Aids-Erregers verhindert. Ein bestimmtes Protein sorgt dafür, dass das Virus nicht in den Zellkern vordringen und das Erbgut umprogrammieren kann. Die Forscher konnten die Blockade im Versuch allerdings mit Hilfe des künstlichen Steroids Dexamethason überwinden. Der Wirkstoff wird eigentlich eingesetzt, um Entzündungen oder Immunreaktionen zu hemmen. Mit der Überwindung der natürlichen Schutzvorrichtung war eine Vermehrung von HIV auch in ruhenden Blutzellen möglich. Aufgrund ihrer Ergebnisse gehen die Forscher davon aus, dass Steroide und Kortison die Blockade aufheben können. Unter Stress oder bei einer Therapie mit Steroiden kann sich bei einem Menschen also die Anzahl der Blutzellen erhöhen, die eine HIV-Infektion im Körper vorantreiben.

Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.