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London (dpa) - Die HSBC hat zum Jahresauftakt als eine der wenigen weltweit tätigen Großbanken den Gewinn gesteigert.
Die Bank profitierte dabei vor allem von einem starken Geschäft in den Schwellenländern, während sie in den USA und im Investmentbanking unter der weiter schwelenden Krise am US-Häusermarkt und den Kapitalmärkten wie andere Institute mehrere Milliarden Dollar einbüßte. Insgesamt habe der Gewinn im ersten Quartal des laufenden Jahres über dem des Vorjahresabschnitts gelegen, teilte die Bank am Montag in London mit.
Genaue Zahlen nannte die Bank wie üblich nicht. Sie legt nur alle sechs Monate detaillierte Zahlen vor. Die im STOXX 50 notierte Aktie legte am Montag nach Bekanntgabe des Zwischenberichts deutlich zu.
In den ersten drei Monaten musste die britische Bank im US-amerikanischen Privatkundengeschäft weitere 3,2 Milliarden Dollar für die Risikovorsorge zurückstellen. Damit konnte sie die Risikovorsorge im Vergleich zum Vorquartal um 1,4 Milliarden Dollar zurückfahren. Im Vorjahresabschnitt lag die Vorsorge für faule Kredite in den USA allerdings noch deutlich niedriger. Zudem musste die Bank wegen der Krise an den Kapitalmärkten in der Sparte Global Banking and Markets zusätzliche 2,6 Milliarden Dollar abschreiben. Dennoch konnte die Bank anders als andere Banken ihren Gewinn steigern.
Die Erträge im fortgeführten Geschäft seien trotz der weiter anhaltenden Belastungen wegen der Finanzmarktkrise gestiegen. Der Kostenanstieg sei moderat gewesen. Der weitere Jahresverlauf sei "unüblich" schwer vorherzusagen. Vor allem die Entwicklung in den USA ist nach Einschätzung des HSBC-Chefs Stephen Green schwer zu prognostizieren. Der Rückgang am US-Häusermarkt werde wahrscheinlich bis 2009 andauern. Die HSBC wolle jedoch wie schon in der Vergangenheit aus eigener Kraft wachsen und prüft hier weiter in allen interessanten Regionen Zukaufmöglichkeiten.
Die HSBC mit Sitz in London ist nach eigenen Angaben mit mehr als 10.000 Zweigstellen in 83 Ländern vertreten. Im vergangenen Jahr verdiente die Bank 24 Milliarden Dollar vor Steuern und damit rund zehn Prozent mehr als 2006. Anders als die Aktien anderer Banken verloren die HSBC-Papiere seit Ausbruch der Finanzmarktkrise kaum an Wert.

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