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Berlin (dpa) - Zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten wird heute (Samstag) in Berlin der verfolgten Schriftsteller und ihrer Werke gedacht. Der Tag steht unter dem Heinrich-Heine-Motto «...dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen».
Dabei wollen unter anderem die Humboldt-Bibliothek und das spanische Kulturinstitut Cervantes zu einer ganztägigen Gedenkveranstaltung auf dem einstigen Opernplatz, dem heutigen Bebelplatz neben der Staatsoper, an die Verbrennung erinnern. Es gibt Ansprachen, Talkrunden, Vorträge, Originaltondokumente, Lieder und Lesungen aus den verbrannten Werken.
Von März bis Juni 1933 hatten bald nach dem Regierungsantritt Adolf Hitlers Studenten, Professoren und Angehörige von NS-Verbänden zehntausende Werke jüdischer, marxistischer und pazifistischer Schriftsteller in öffentlichen Aktionen auf Scheiterhaufen geworfen. Am 10. Mai 1933 wurden auf dem damaligen Opernplatz unter anderem Bücher von Heinrich Heine, Bertolt Brecht, Franz Kafka, Karl Marx, Heinrich Mann, Alfred Döblin, Kurt Tucholsky und Carl von Ossietzky verbrannt.

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