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Berlin/Koroljow (ddp). Die Flugbahn der Internationalen Raumstation ISS ist am Mittwoch um 5,9 Kilometer angehoben worden. Dazu wurden die Triebwerke des europäischen automatischen Weltraumfrachters «Jules Verne» um 9.58 Uhr MESZ für gut sechszehneinhalb Minuten gezündet, teilte das Flugleitzentrum in Koroljow bei Moskau mit. Die Station umkreist damit die Erde nun auf einer mittleren Bahn von 355,9 Kilometern.
Für «Jules Verne» war dies der vierte Einsatz bei einer Bahnkorrektur, die bisher den US-Space Shuttles und russischen «Progress»-Frachtern vorbehalten war. Die ersten drei fanden im April, Juni und Juli statt. Die ISS verliert täglich infolge Abbremsung durch die Restatmosphäre zwischen 50 und 150 Metern Höhe.
Die erneute Bahnkorrektur ist das zweite von drei Manövern, mit denen optimale Voraussetzungen für die bevorstehende Ankopplung des Frachters «Progress M-65» und des Raumschiffes «Sojus TMA-13» geschaffen werden sollen. «Progress» startet im September mit Nachschub zur ISS, und die «Sojus»-Kapsel bringt die neue, nunmehr 18. Stammbesatzung mit Juri Lontschakow (Russland) und Mike Fincke (USA) zur Station. Dritter Mann an Bord ist der amerikanische Weltraumtourist Richard Garriott, der für eine Woche zur ISS fliegt und mit der alten Stammbesatzung Sergej Wolkow/Oleg Kononenko=2 0(beide Russland) wieder zur Erde zurückkehrt. Eine weitere Bahnanhebung ist für den 2. Oktober geplant.
«Jules Verne» war am 9. März vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guyana) zur ISS gestartet und hatte nach ausführlichen Tests am 3. April an ihr angelegt.
(ddp)
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