ddp
Ferch (ddp-lbg). Das Museum der Havelländischen Malerkolonie wird am Samstag in Ferch eröffnet. Der Betrieb startet mit der Ausstellung «Sehnsucht nach Natur», wie der Verein Kulturland Brandenburg mitteilte. «Die Geschichte der Malerkolonie hebt einmal mehr die Bedeutung des ländlichen Raums als Sehnsuchtsort der Großstädter hervor», sagte Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) vorab. Sie freue sich über das Engagement des Fördervereins, dieses kulturelle Erbe lebendig zu halten.
Ende des 19. Jahrhunderts entstand den Angaben zufolge am Schwielowsee die Havelländische Malerkolonie. Die Künstler fanden in der durch Seen, Flüsse, Wiesen und Wälder geprägten märkischen Landschaft ein reiches Motiv für ihre Arbeiten. Die Entwicklung des Malerdorfs Ferch war Teil einer europaweiten Bewegung der Künstlerkolonien. Die fortschreitende Industrialisierung der Städte löste bei Künstlern und Intellektuellen eine Rückbesinnung auf ein einfaches Leben und den Wunsch nach Nähe zur Natur aus.
Die Ausstellung «Sehnsucht nach Natur» zeigt eine Auswahl der Kunstwerke Havelländischer Künstler und ihrer Lehrer. Die Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Skizzenblätter verdeutlichen die künstlerischen Stilrichtungen, Techniken und Ausdrucksweisen der Maler. Ergänzt werden die Kunstwerke durch historische Zeugnisse, welche die Entstehung der Künstlerregion in einen nationalen und europäischen Zusammenhang stellen.
Das Museum ist mittwochs bis sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
(ddp)
Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.