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«Eine Stadt liest ein Buch»

ddp - Mittwoch, 23. Juli, 11:04 Uhr

Rostock (ddp-nrd). Unter dem Motto «Eine Stadt liest ein Buch» wird Walter Kempowskis Roman «Aus großer Zeit» in Rostock zum Stadtgespräch. Vom 5. bis 12. Oktober steht der erste Band der «Deutschen Chronik» im Mittelpunkt Dutzender literarischer Veranstaltungen, wie die Organisatoren vom Kempowski-Archiv und Literaturhaus am Mittwoch ankündigten. Damit erinnere die Stadt an ihren im vergangenen Jahr gestorbenen Ehrenbürger Kempowski, der 1929 in Rostock geboren wurde.

Der Roman «Aus großer Zeit» spiegele Rostocker Stadtgeschichte nach der Jahrhundertwende bis zum Ersten Weltkrieg wider, erzähle vom Auf und Nieder der Theaters und großer Reederfamilien, sagte Martina Bade vom Rostocker Kulturamt. Die Geschichten seien nicht nur interessant für die ohnehin große Kempowski-Leserschaft, sondern für alle Rostocker. «Man kann eintauchen in die alte Stadt und erlebt eine Vielzahl von Schauplätzen der Kempowski-Bücher neu», sagte Bade.

Ziel der Aktion sei, das Buch zum Gemeinschaftserlebnis werden zu lassen. Dafür seien Lesungen an ungewöhnlichen Orten wie Straßenbahn oder Arztpraxis, Malaktionen nach den Collagen von Kempowski, Theater- und Musikstücke oder auch Ausstellungen geplant. Sammler sind aufgerufen, auf einem Markt ihre schönsten Stücke zur Rostock-Geschichte zu präsentieren. Historiker erzählen von der Geschichte Rostocker Reedereien, Ausstellungen zeigen alte Fotos. Eröffnet wird die Lesewoche mit einem Gedenkgottesdienst am 5. Oktober, dem ersten Todestag von Kempowski.

Die Aktion «Eine Stadt liest ein Buch» findet zum ersten Mal in Mecklenburg-Vorpommern statt. Unterstützt wird sie vom Landesverband Nord des Deutschen Börsenvereins des Buchhandels.

(ddp)

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