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Nottuln (ddp-nrw). Eine Windhose hat am Montagabend in Nottuln Schäden an bis zu 30 Gebäuden angerichtet. Die Aufräumarbeiten dauerten nach Polizeiangaben auch am Dienstag noch an. Verletzt wurde niemand. Von den 30 Gebäuden seien 10 schwer beschädigt worden. Es entstand hoher Sachschaden, zu dessen genauer Höhe sich weder Polizei noch Feuerwehr äußern wollten.
Bei einigen Häusern seien größere Teile des Daches abgedeckt worden, sagte ein Polizeisprecher. In einem Fall sei in einem Garten ein Gewächshaus aus der Verankerung gerissen worden und durch die Gegend geflogen. Der Tornado habe gegen 19.30 Uhr eingesetzt und etwa eine Minute gedauert.
Bei einer Windhose oder einem Tornado rotiert die Luft sehr schnell um eine vertikale Achse. Sie entsteht nach Expertenangaben häufig bei starken Gewittern, in denen kräftige Aufwinde herrschen. Die Wirbel bilden sich dabei in höheren, warmfeuchten Luftschichten. Wenn sie den Boden erreichen, können sie erhebliche Schäden anrichten. Der Durchmesser beträgt meist 100 bis 200 Meter, wobei Windgeschwindigkeiten bis 360 Stundenkilometern auftreten können.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Essen treten Windhosen durchschnittlich 10 bis 20 Mal im Jahr im Deutschland auf. Sie könnten oft nicht vorhergesagt werden, da sie innerhalb weniger Sekunden entstünden.
(ddp)
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