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Obamas Berlin-Besuch wird Medienereignis

ddp - Dienstag, 22. Juli, 15:02 Uhr

Berlin (ddp). Mit Liveübertragungen und Sondersendungen wollen die deutschen Fernsehsender vom Besuch des US-Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama in Berlin berichten. Dies ergab am Dienstag eine ddp-Umfrage. Obama will am Donnerstag um 19.00 Uhr vor der Siegessäule eine etwa einstündige außenpolitische Grundsatzrede halten.

ARD und Phoenix werden Obamas einzige öffentliche Rede während seines Europabesuchs live in voller Länge übertragen, wie Sprecher beider Sender sagten. Die immense Aufmerksamkeit der Medien an Obamas Auftritt erklärte ARD-Programmdirektor Günter Struve «mit dem großen Interesse daran, wie Obama seine politischen Positionen und Perspektiven, auch im Verhältnis zu Deutschland, umreißen wird.»

Beim ZDF ist noch keine Entscheidung getroffen worden. «Noch steht nichts fest. Die Gespräche laufen noch», sagte eine Sprecherin. Mit einer Entscheidung sei voraussichtlich am Mittwoch zu rechnen.

Der Nachrichtensender N24 plant indes eine Sondersendung von 18.00 bis 20.00 Uhr. «Wir werden die Rede komplett ausstrahlen», sagte Sprecherin Maja Schmidt. Sie ergänzte, dass Obamas Berlin-Visite bereits im Laufe des Tages «mit Live-Strecken» begleitet werde. Während der Rede direkt vor Ort sein wird auch der Kölner Nachrichtensender n-tv. Zudem seien den ganzen Tag über mehrere Sondersendungen eingeplant. »Wir werden an allen wichtigen Punkten, wo Obama haltmacht, zugegen sein", sagte Sprecherin Sonja Friedrich.

Der Privatsender RTL wird die Rede nicht vollständig übertragen. Allerdings werde es von diesem «für Deutschland so wichtigen Event» Live-Schalten während der um 18.45 Uhr beginnenden Hauptnachrichtensendung «RTL aktuell» geben, sagte Sprecherin Heike Schulz. Für den Fall, dass Obama etwas «sehr relevantes» sage, sei man für spontane Übertragungen technisch gewappnet.

Sat.1 sendet seine 20-Uhr-Nachrichten statt aus dem Studio an diesem Tag vom Brandenburger Tor. «Da wird sicher noch jede Menge Trubel sein», begründete Sprecherin Kristina Faßler die Entscheidung.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) wird in seinem dritten Programm am Donnerstagabend um 20.15 Uhr eine 15-minütige Sondersendung einbauen.

Der Open-Air-Auftritt in Berlin wird Obamas einzige öffentliche Rede während seiner Europareise sein. Die Schätzungen der erwarteten Zuschauer schwanken zwischen 10 000 und einer Million. Über den genauen Ort war in der Hauptstadt tagelang diskutiert und spekuliert worden. Obama hatte ursprünglich vor dem Brandenburger Tor auftreten wollen. Diese Idee war aber vor allem beim Bundeskanzleramt auf Ablehnung gestoßen.

Am Donnerstagvormittag wird Obama mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammentreffen. Am Nachmittag ist zudem ein Gespräch mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vorgesehen.

(ddp)

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