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Frankfurt/Main (ddp). Begleitet von Drohgebärden der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sind am Dienstag in Frankfurt am Main die Tarifgespräche für die rund 250 000 Beschäftigten des Bankgewerbes in die dritte Runde gegangen. Eine deutliche Annäherung zwischen den gegensätzlichen Positionen von Gewerkschaft und Arbeitgebern zeichnete sich nicht ab. Als «weiterhin konfliktreich» beschrieb eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am späten Nachmittag die Situation. Sie rechnete damit, dass die Verhandlungen bis in den Abend hinein dauern würden.
ver.di-Verhandlungsführer Uwe Foullong hatte zuvor damit gedroht, sollten die Arbeitgeber in der dritten Gesprächsrunde kein konkretes Angebot vorlegen, würden die bisherigen «stundenweisen» Warnstreiks zu «Tagesstreiks» ausgeweitet. Bisher hatten unter anderem Mitarbeiter von verschiedenen Berliner Bankfilialen, der Hypo Vereinsbank in München oder der Deutschen Bank, der Dresdner Bank, der Commerzbank in Frankfurt am Main die Arbeit niedergelegt.
Die Arbeitgeber hatten jedoch bereits vergangene Woche klar gemacht, dass sie kein beziffertes Gehaltsangebot in Frankfurt präsentieren wollen. Über die Gehaltsfrage wolle man erst im Rahmen eines Gesamtpakets sprechen. Hauptforderung der Arbeitgeber ist es, die Entgelte von Vertriebsmitarbeitern stärker zu «variabilisieren». Das lehnt ver.di ab.
Die Gewerkschaft will in den Verhandlungen unter anderem erreichen, dass die Beschäftigten acht Prozent, mindestens jedoch 260 Euro, mehr Gehalt erhalten. Nach Angaben der ver.di-Sprecherin gab es in der dritten Verhandlungsrunde am Dienstag zunächst nur eine «leichte Annäherung» bei «weniger wichtigen Themen».
(ddp)
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