ddp
Frankfurt/Main (ddp). Im Tarifkonflikt des deutschen Bankgewerbes sitzen Vertreter der Arbeitgeber und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di heute wieder an einem Tisch. Die Verhandlungsrunde in Frankfurt am Main ist die dritte für die rund 250 000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken. Die ersten beiden Runden hatten keine Annäherung gebracht, daher kam es in den vergangenen Tagen wiederholt zu Warnstreiks.
ver.di fordert unter anderem eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent. Die Arbeitgeber haben bislang kein konkretes Angebot gemacht. Sie wollen über die Gehaltsfrage erst im Rahmen eines Gesamtpakets sprechen.
ver.di-Verhandlungsführer Foullong hat mit einer Ausweitung der Streiks gedroht, falls es heute kein verhandlungsfähiges Angebot gibt. Die von den Banken verlangte stärkere Flexibilisierung der Gehälter lehnte er ab. ver.di werde nicht akzeptieren, dass «ein noch größerer Anteil des gesicherten Tarifentgelts ins Risiko» gestellt werde, sagte er der «Frankfurter Rundschau». Bereits jetzt könnten bis zu acht Prozent der Lohnsumme in Leistungszulagen fließen. Nach dem Willen der Arbeitgeber sollen sich die Einkommen im Vertrieb noch stärker am Geschäftserfolg und an der Kundenzufriedenheit orientieren. ddp.djn/mar
Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.