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Berlin (ddp). Trotz des offiziellen Endes der Schlussverkäufe vor vier Jahren lädt der Einzelhandel seit Montag erneut zum Schnäppchenkauf. Der Sommerschlussverkauf (SSV) habe normal begonnen, sagte der Geschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, am Montag den ddp/Dow Jones Wirtschaftsnachrichten in Berlin. Es sei zu früh, eine allgemeine Einschätzung zu liefern. Menschentrauben vor Wühltischen, wie noch vor einigen Jahren, werde es nicht mehr geben. Die Kunden seien mehr auf Markenware und Beratung aus.
Die Schnäppchenjäger kauften vor allem Sommermode, erklärte Pellengahr. Bald solle auch das Wetter wieder besser werden. Nach Angaben Pellengahrs merkt vor allem der Einzelhandel die Verunsicherung der Konsumenten aufgrund der anhaltenden Preissteigerungen. Die Kunden seien wählerischer und noch preisempfindlicher als in den vergangenen Jahren.
Für die Umsätze der teilnehmenden Geschäfte lohnt sich dem HDE-Geschäftsführer zufolge der SSV kaum. Durch die hohen Preisnachlässe könnten diese kaum gesteigert werden. Im ersten Halbjahr dieses Jahres machte der deutsche Einzelhandel den Angaben nach ein Plus von 1,5 Prozent. Aufgrund der Inflation seien die Umsätze real allerdings gesunken.
Der zweiwöchige Schlussverkauf hat offiziell am Montag begonnen. Neben dem Textilhandel beteiligen sich auch zahlreiche Fahrradgeschäfte, Bau- und Elektromärkte und Spielwarenläden sowie vereinzelte Supermärkte an der Aktion. Laut Pellengahr wollen rund zwei Drittel der Händler am Schlussverkauf teilnehmen. Im Textilhandel liege die Quote bei nahezu 100 Prozent.
ddp.djn/nas/rab
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