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Kall-Sistig (ddp-nrw). Der Schriftsteller und Herausgeber Theo Breuer sieht das Internet als große Chance für eher unbekannte Autoren und kleine Verlage. «Buch und Internet werden sich gegenseitig ergänzen», sagte Breuer der Nachrichtenagentur ddp in der Eifelgemeinde Kall-Sistig. Per Mail, Blog oder Website sei heute ein günstiger und schneller Austausch zwischen Autoren, Lesern und Verlagen möglich. So seien in den vergangenen Jahren im Web viele Projekte entstanden, die uneigennützig Literatur fördern und kommunizieren und die bereits beachtliche Leserkreise erreichten.
Davon profitierten gerade die Verlage, die keine großen Marketing-Etats zur Verfügung haben: «Täglich gibt es auf dem Buchmarkt mehrere Hundert Neuerscheinung. Da ist es auf konventionellen Weg nahezu unmöglich, aufzufallen.»
Das gerade von Breuer veröffentlichte Werk «Kiesel & Kastanie» gilt als derzeit aktuellste und umfassendste Übersicht der unabhängigen deutschsprachigen Literaturszene: «Ich bin interessiert, möglichst alle Nischen kennenzulernen», betont der 52-Jährige. Die Gefahr, dass das Internet das gedruckte Buch verdrängen könnte, sieht Breuer dabei nicht: «So lange ich lebe, glaube ich, dass das Buch bleibt.»
(ddp)
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