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Hamburg (ddp). Europas Banken sollen nach dem Willen der EU-Kommission wegen der Finanzkrise nur noch unter strengen Auflagen an den weltweiten Kreditmärkten investieren dürfen. Brüssel wolle erreichen, dass die Institute in Wertpapiere gebündelte Kredite nur noch kaufen könnten, wenn der Verkäufer davon zehn Prozent in seinen Büchern behält, berichtet die «Financial Times Deutschland»bringen. EU-Staaten und -Parlament müssen zustimmen.
Die Finanzindustrie ist wegen der EU-Pläne alarmiert. Wenn der Vorschlag durchkomme, werde Kredit in Europa knapp und Kapital für Firmen, Hausbauer und Verbraucher teurer, warnten Bankenverbände Ende vergangener Woche in einem Brief an McCreevy. Außereuropäische Banken und Hedge-Fonds könnten weiter unbeschränkt in forderungsbesicherte Wertpapiere investieren. Diese würden dann außerhalb der EU gehandelt; Europas Kapitalmarkt drohe die Überregulierung.
Große Sorgen mache den Banken zudem die Absicht der EU, die Höhe der Kredite zu begrenzen, die eine Bank anderen Banken gewähren kann. Künftig sollen die Banken demnach nur höchstens ein Viertel ihres Eigenkapitals für solche Kredite binden dürfen, heißt es in dem Entwurf für die Eigenkapitalrichtlinie. Dadurch drohten neue Liquiditätsprobleme im Interbankenhandel, warnen die Verbände.
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