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Berlin (ddp). In Deutschland werden Expertenschätzungen zufolge in fünf Jahren rund 100 000 Studienplätze fehlen. Nach Berechnungen des Berliner Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie dürfte es im Jahr 2013 für 500 000 Studienberechtigte nur 400 000 Studienplätze geben, berichtet der «Tagesspiegel am Sonntag». Konsequenzen wird das nach Einschätzung von Institutsdirektor Dieter Dohmen vor allem für die Bewerber haben, die ohne Abitur studieren wollen. Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, dass die Studienmöglichkeiten für Berufstätige ohne Abitur ausgeweitet werden sollen.
Dohmen sagte voraus, dass angesichts des Studienplatzmangels in den Ballungszentren die Bewerber auf die kleineren Unis in den neuen Ländern ausweichen werden. «Die neuen Bundesländer haben mit Bevölkerungsschwund zu kämpfen», sagte der Bildungsexperte. «Dort können die Hochschulen auch Berufstätige ohne Abitur für sich entdecken.»
(ddp)
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