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Billen zeigt Verständnis für CDU-Rückzug in der Sparkassenfusion

ddp - Samstag, 19. Juli, 11:16 Uhr

Bitburg (ddp-rps). Nach dem Platzen der Sparkassenfusion in der Eifel zeigt der Bitburger CDU-Chef Michael Billen Verständnis für die Haltung der Dauner CDU. «Ich kann nachvollziehen, dass die Christdemokraten im Kreis Vulkaneifel bei diesem vergifteten Klima eine Fusion nicht weiter verfolgen», sagte Billen der Nachrichtenagentur ddp am Samstag in Bitburg.

Auch Billen wirft dem Landrat des Kreises Vulkaneifel, Heinz Onnertz (parteilos), Amtsmissbrauch vor. Dies gelte für die «rechtswidrige Aussetzung» der in der Juni-Kreistagssitzung getroffenen Fusionsbeschlüsse und den «offenen Brief», den Onnertz in allen Mitteilungsblättern der Verbandsgemeinden habe veröffentlichen lassen.

Onnertz habe sogar Kreistagsmitgliedern mit strafrechtlichen Konsequenzen gedroht und so «das demokratische Klima vergiftet», kritisierte Billen. Auch dem Dauner Sparkassenchef Dieter Grau warf Billen Amtsmissbrauch vor. «Der hat aus einer neutralen Sparkasse eine Kampfsparkasse gemacht und in der Öffentlichkeit mit falschen Zahlen operiert», sagte der CDU-Landtagsabgeordnete.

Negative Auswirkungen auf den Kreis Bitburg-Prüm sieht der CDU-Kreisvorsitzende nicht. Der im Juni im dortigen Kreistag getroffene Fusionsbeschluss sei eben jetzt hinfällig. Die Kreissparkasse Bitburg-Prüm werde nun «alle Diskussionen um eventuelle Fusionen beenden und sich wieder auf ihr ureignes Geschäft zum Wohle der Kunden konzentrieren», sagte Billen.

Billen gilt als Motor der umstrittenen Fusion. Er und die CDU im Eifelkreis Bitburg-Prüm hatten im vergangenen Jahr eine bereits vorbereitete Fusion zwischen der Kreissparkasse und der Sparkasse Trier in letzter Minute platzen lassen und danach Gespräche mit den Daunern angeregt und durchgesetzt.

(ddp)

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