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Bewährungsstrafe im ersten Prozess um Liechtensteiner Steueraffäre

ddp - Freitag, 18. Juli, 13:07 Uhr

Bochum (ddp). Im ersten Prozess um millionenschwere Steuerhinterziehungen über das Fürstentum Liechtenstein ist ein 66 Jahre alter Mann am Freitag zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Bochum entschied zudem, dass der Geschäftsmann aus Bad Homburg 7,5 Millionen Euro für soziale und gemeinnützige Einrichtungen zahlen muss.

Der Angeklagte hatte zwischen 2001 und 2006 über zwei Stiftungen in Liechtenstein rund 7,5 Millionen Euro Einkommenssteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von rund 400 000 Euro hinterzogen. Zum Prozessauftakt hatte er über seinen Anwalt erklären lassen, dass die Anklagevorwürfe «umfassend zutreffend» seien.

Der Prozess ist das erste Verfahren im Zusammenhang mit der im Februar bekanntgewordenen Affäre um die groß angelegte Steuerhinterziehung über das Fürstentum Liechtenstein. Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft Bochum wurden im Zuge der Untersuchungen bislang rund 770 verdächtige Personen ermittelt. Gegen 350 Personen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet - dazu zählt auch der ehemalige Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel.

(ddp)

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