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Greifswald (ddp-nrd). Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), hat die Energiewirtschaft zu einem verstärkten Engagement in der Kernfusionsforschung ermuntert. Die Bündelung öffentlicher und privater finanzieller Mittel in diesem Bereich könnte den Durchbruch in dieser Zukunftstechnologie beschleunigen und das weltweite Energieproblem lösen, sagte Tiefensee am Freitag bei einem Besuch im Max-Planck-Institut für Plasmatechnologie in Greifswald.
Der Minister hatte sich in den Montage- und Experimentierhallen des Instituts über den Stand der Aufbauarbeiten für das voraussichtlich 2014 in Betrieb gehende Fusionsforschungsprojekt «Wendelstein 7-X» informiert. Mit dem Forschungsprojekt des sogenannten Stellerator-Typs sollen unter Laborbedingungen die Voraussetzungen für den industriellen Betrieb eines Kraftwerkes erkundet werden. Das rund 423 Millionen Euro teure Projekt wird zu 60 Prozent vom Bund sowie zu 33 Prozent von der EU gefördert. Weitere drei Prozent der Kosten trägt das Land Mecklenburg-Vorpommern.
Nach einer im vergangenen Jahr veröffentlichten europäischen Studie könnten frühestens im Jahre 2045 die ersten Fusionskraftwerke am Netz sein.
(ddp)
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